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Medizin

21. September 2017 Hautkrebskongress: Psychoonkologische und palliative Versorgungskonzepte im Fokus

Eine Krebsdiagnose trifft so gut wie jeden unvorbereitet und konfrontiert mit vielen offenen Fragen. Trotz großer Verunsicherungen, Ängsten und hoher emotionaler Betroffenheit stehen wichtige und weit reichende Entscheidungen an. Dass eine Krebserkrankung immer einen schwerwiegenden Lebenseinschnitt für Patienten und Angehörige bedeutet, der berücksichtigt werden muss, ist ein wichtiger Ansatz beim 27. Deutschen Hautkrebskongress der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) vom 21. - 23. September 2017 in Mainz. Daher liegt ein Fokus dieses Jahr in der Diskussion und Entwicklung psychoonkologischer und palliativer Versorgungskonzepte.
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„Bei diesem Kongress setzen wir deutliche Akzente“, betont PD Dr. med. Carmen Loquai, Leiterin des Hautkrebszentrums Rhein-Main der Universitätsmedizin Mainz, Universitäres Centrum für Tumorerkrankungen (UCT) Mainz, die die wissenschaftliche Leitung des Hautkrebskongresses übernommen hat. „Auch angesichts der innovativen Therapiemöglichkeiten in der Dermato-Onkologie und  vielversprechenden Fortschritte in der Behandlung von Hautkrebs dürfen wir nicht vergessen, dass wir trotz allem Enthusiasmus nach wie vor einem ernst zu nehmenden Gegner gegenüberstehen.  Nicht jeder Tumorpatient kann geheilt werden, viele Tumore und auch ihre Therapien können Schmerzen und Beschwerden verursachen  und nicht jeder Tumorpatient verarbeitet seine Erkrankung in gleicher Weise.“

Neben qualitätsgesicherter Behandlung kann eine psychoonkologische Begleitung dazu beitragen, den Patienten in ihrer oft aussichtslos erscheinenden Situation wieder Zuversicht und Lebensmut zu vermitteln. Experten aus Medizin und Psychoonkologie diskutieren aktuelle Konzepte einer Krebstherapie, die dazu beiträgt, in dem Leben nach Krebs eine neue Perspektive zu sehen.

Dass die psychoonkologische Begleitung ein Schwerpunktthema der Hautkrebstagung ist, ist ein deutliches Zeichen, dass die Zusammengehörigkeit von Körper und Seele in der modernen Medizin eine immer größere Rolle spielt. „An deutschen Hautkrebszentren ist es mittlerweile selbstverständlich, dass neben den Behandlungen, die auf eine Elimination des Tumors zielen, auch solche angeboten werden, die auf die Linderung von Tumor- oder therapiebedingten Beschwerden abzielen und/oder die seelische Verfassung des Patienten in den Mittelpunkt des Behandlungskonzepts stellen“, so PD Dr. Loquai. „Dies geschieht unter anderem in enger Zusammenarbeit mit der Palliativmedizin, der Psychoonkologie und dem Sozialdienst.“

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft


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