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Medizin
28. November 2016

ESMO- und DGHO-Highlights: gynäkologische Onkologie, Komplementärmedizin und Update zur Antiemese

In der Therapie des metastasierten Hormonrezeptor(HR)-positiven Mammakarzinoms zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: Auf dem ESMO-Kongress 2016 präsentierte Daten der MONALEESA-2-Studie zeigten eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) durch die Kombination der antihormonellen Therapie mit Letrozol mit dem CDK4/6-Inhibitor Ribociclib (p=0,00000329). Damit wurde der primäre Endpunkt der Studie vorzeitig erreicht. Das mediane PFS unter Ribociclib/Letrozol sowie Daten zum medianen Gesamtüberleben stehen noch aus. Im Bereich der Antiemese sind erstmals valide Daten zur Prophylaxe bei Radiochemotherapie verfügbar. Die Dreifachantiemese mit dem NK1-Rezeptorantagonist (NK1-RA) Fosaprepitant (IVEMEND®) verbesserte die Kontrolle der Emesis über die gesamte Therapiedauer von 5 Wochen signifikant (p=0,008). Auch der Vorteil durch die Dreifachantiemese mit Aprepitant (EMEND®) für Patienten unter Carboplatin-haltiger Chemotherapie wurde durch auf dem ESMO publizierte Daten erneut bestätigt. Seit Oktober steht Aprepitant außerdem als Pulver zur Herstellung einer Suspension für Babys ab 6 Monaten, Kleinkinder und Kinder bis 12 Jahren zur Verfügung. Komplementärmedizinische Verfahren ergänzen in jüngster Zeit zunehmend das therapeutische Armamentarium in der klinischen Onkologie, besonders bei der Behandlung von Patientinnen mit Mammakarzinom. Verfahren wie die Misteltherapie oder die Korrektur zu niedriger Blutspiegel an Selen oder Vitamin D durch Supplementation können nach aktueller Datenlage dazu beitragen, Nebenwirkungen einer Tumortherapie zu vermindern und die Lebensqualität der Patientinnen zu verbessern.

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