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Medizin

22. Juli 2015 Gutartige Brustfibroadenome mittels hochintensiv gebündelten Ultraschallwellen behandeln

Seit Ende März können in der HELIOS Klinik Schkeuditz gutartige Tumore in der Brust mit hochintensiv gebündeltem Ultraschall geschmolzen werden. Die sogenannte Echotherapie kommt ohne Vollnarkose, Schnitt und stationären Aufenthalt aus. Die Klinik ist deutschlandweit der zweite und in Sachsen und Ostdeutschland der erste Standort, der diese Methode anbietet.

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Ein Knoten in der Brust ist für viele Frauen zunächst ein Schock. Auch wenn sich herausstellt, dass es sich um einen gutartigen Tumor handelt, sorgt die Frage nach der Notwendigkeit einer Operation und den möglichen Folgen für Verunsicherung. So auch bei Fibroadenomen, der häufigsten gutartigen Veränderung der weiblichen Brust. Eine Alternative zur Operation bietet jetzt die HELIOS Klinik Schkeuditz an: ein nicht-invasives Verfahren, das mittels hochintensiv gebündelter Ultraschallwellen (HIFU) ganz ohne chirurgischen Eingriff und Vollnarkose auskommt.

Dr. Kerstin Winkler, Chefärztin Gynäkologie und Geburtshilfe, erklärt: „Mit der Echotherapie können wir gutartige Knoten nicht-invasiv behandeln. So schonen wir das umliegende Gewebe. Da wir keinen Schnitt vornehmen müssen, entstehen keine Narben an der Brust. Zudem kommt nur eine lokale Betäubung zum Einsatz, eine Vollnarkose ist nicht notwendig.“ Die Behandlung dauert in der Regel zwischen 20 Minuten und 1,5 Stunden. Nach einer kurzen Erholungsphase können die Patientinnen die Klinik wieder verlassen. „Wir freuen uns, betroffenen Frauen dieses schonende Verfahren als zweiter Standort in ganz Deutschland und als erste Klinik in Sachsen und den Neuen Bundesländern anbieten zu können.“

Für Daniela K. ist die neue Methode ideal. Die 39-jährige Thüringerin hat bereits seit 2013 einen Knoten in der Brust festgestellt. Da sie durch ihre medizinische Vorgeschichte vorsichtig bei einer Vollnarkose sein muss, ist die Echotherapie eine gute Alternative. „Ich habe mich im Internet erkundigt, wie die Behandlung abläuft. Nachdem ich die Zusage meiner Krankenkasse zur Übernahme der Behandlungskosten hatte, habe ich mich an die Klinik gewandt und zum Glück sehr schnell einen Termin zum Informationsgespräch bekommen.“

Roswitha Piel, Leiterin des Patientenmanagements in der HELIOS Klinik Schkeuditz, informiert: „Zwischen Kliniken und Krankenkassen können sogenannte Integrierte Versorgungsverträge geschlossen werden. Diese Verträge regeln die Übernahme von Behandlungskosten verschiedener Therapien, die bislang nicht in den gesetzlich geregelten Behandlungskatalog aufgenommen wurden. Bisher übernehmen nur sehr wenige Krankenkassen die Behandlungskosten für die Echotherapie. Wir prüfen jedoch bei jeder Anfrage einer Patientin, ob eine Übernahme seitens ihrer Krankenkasse doch möglich ist.“

Nach der Behandlung kann vorübergehend eine Schwellung oder Verhärtung an der behandelten Stelle auftreten. Diese bildet sich jedoch nach wenigen Tagen wieder zurück. Einige Wochen später wird der Erfolg der Behandlung in der Nachuntersuchung geprüft.

Ultraschallwellen, die auch als Echowellen bezeichnet werden, wurden in der Medizin bislang vorwiegend zu Untersuchungs- und Diagnosezwecken eingesetzt. In den letzten Jahren gewinnen sie jedoch auch als Therapieform an Bedeutung, beispielsweise in der Prostatabehandlung und neu bei Fibroadenomen und Schilddrüsenknoten.

Quelle: HELIOS Klinik Schkeuditz


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