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Medizin

06. April 2018 GI-Tumoren: Immunonkologische Therapiestrategien erfolgversprechend

Immun-Checkpoint-Inhibitoren haben derzeit noch keine Zulassung für die Behandlung gastrointestinaler(GI-)Tumoren. Die Effektivität immunonkologischer Wirkstoffe wird aber in einer Vielzahl von Studien geprüft, etwa beim Magen- und kolorektalen Karzinom.
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Immunonkologika werden derzeit in verschiedenen Therapielinien als Monotherapie, in Kombination mit Chemotherapien oder auch als Doppelimmuntherapie (Nivolumab+Ipilimumab) bei GI-Tumoren getestet. Wie PD Dr. Alexander Stein, Hamburg, berichtete, zeigen etwa die Daten der ATTRACTION 02-Studie, in der Nivolumab (Obdivo®) gegen Placebo in der Drittlinienbehandlung des Magenkarzinoms oder Adenokarzinoms des gastroösophagealen Übergangs (AEG) getestet wurde, einen Überlebensvorteil zugunsten der Immuntherapie (medianes OS: 5,3 vs. 4,1 Monate (HR=0,62; 95%-KI: 0,50-0,76; p<0,0001) (1). Weitere Studien in dieser Indikation testen nun Nivolumab in Kombination mit -Ipilimumab (CheckMate-032) oder mit Chemotherapie (ATTRACTION 04).

Wie Prof. Ralf-Dieter Hofheinz, Mannheim, berichtete, konnte auch für Tumoren des unteren GI-Traktes die Wirksamkeit immunonkologischer Behandlungsregime gezeigt werden, insbesondere für kolorektale Karzinome mit ausgeprägter Mikrosatelliteninstabilität (MSI-high). So zeigt die  CheckMate-142-Studie für Patienten mit diesen Tumoren unter einer -Nivolumab-Monotherapie eine Gesamtansprechrate (ORR) von 31%, die durch Kombination mit Ipilimumab auf 55% gesteigert werden konnte – bei einer 1-Jahres-OS-Rate von 85% (2, 3). Für Patienten mit MSI-negativen Tumoren scheint dagegen eher eine Kombination von Checkpoint- und MEK-Inhibition erfolgversprechend, wie
Hofheinz berichtete. Beim metastasierten Analkarzinom konnte zudem erstmals in einer prospektiven Studie für Nivolumab eine Wirksamkeit gezeigt werden (4).

Dr. rer nat. Claudia Schöllmann

Quelle: Symposium „Horizonte 2018: Therapie von gastrointestinalen Tumoren“, DKK, 23.02.2018, Berlin; Veranstalter: BMS

Literatur:

1. Boku N et al. Annals of Oncology (2017) 28 (suppl_5): v209-v268. 10.1093/annonc/mdx369, abgerufen 25.02.201 8.
2. André T et al. 2018 Gastrointestinal Cancers Symposium. Abstract 553. Präsentiert 20.01.201 8.
3. Overman MJ et al. Lancet Oncol 2017;18:1182-119 1.
4. Morris VK et al. Lancet Oncol 2017;18(4):446-45 3.


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