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Medizin

06. Juni 2019 Gesunde Ernährung macht den Unterschied – reduzierte Brustkrebsmortalität in WHI-Kohorte

Eine Studie der Women’s Health Initiative (WHI) untersuchte über Jahre 48.835 postmenopausale Frauen ohne Brustkrebs in der Vorgeschichte. Diejenigen Frauen, die sich fettarm und ausgewogen  ernährten und mehrmals täglich Obst und Gemüse zu sich nahmen, hatten ein um 21% geringeres Brustkrebs-Mortalitätsrisiko als Frauen in der Kontroll-Kohorte, die sich fettreicher ernährten. In dieser großen Studie, die auf dem ASCO präsentiert wurde, konnte erstmals der Effekt der Ernährung auf das Risiko, an Brustkrebs zu versterben, nachgewiesen werden.
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Die postmenopausalen Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren ohne Brustkrebs in der Anamnese wurden zwischen 1993 und 1998 entweder zur Beibehaltung ihrer eigenen Ernährungsweise, deren Tageskalorien 32% oder mehr an Fett enthielt, oder zu einer fettreduzierten (≤ 25%) Ernährung mit mind. 1 Portion Obst oder Gemüse sowie Getreide täglich randomisiert. Die Kohorte mit fettarmer Ernährung behielt diese Ernährunsweise 8,5 Jahre bei. Die Teilnehmerinnen wurden median 19,6 Jahre nachverfolgt: zwischen 1993 und 2013 traten 3.374 Brustkrebsfälle auf.

Für die Kohorte, die sich gesund ernährte, ergaben sich gegenüber der Kontrollkohorte folgende Risikoreduktionen:
-15% geringeres Risiko an jedweder Ursache zu versterben
- 21% geringeres Risiko für Brustkrebs-spezifisches Versterben

Als weiteren Schritt haben die Autoren angekündigt, in regelmäßigen Abständen Blutproben der Teilnehmerinnen/Patientinnen zu nehmen, um Biomarker testen zu können.
(übers. v. ab)

Quelle: ASCO 2019

Literatur:

Rowan T. Chlebowski, Aaron K Aragaki, Garnet L Anderson et al. Low-fat dietary pattern and long-term breast cancer incidence and mortality: The Women’s Health Initiative randomized clinical trial. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl; abstr 520)


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