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Medizin
10. Juni 2013

German Breast Group (GBG): Zehntausendste Patientin in Neoadjuvanz-Studien eingeschlossen

Im April 2003 gründete Prof. Gunter von Minckwitz das Forschungsinstitut der German Breast Group (GBG) zur Durchführung von akademisch-orientierten Brustkrebs-Studien als Reaktion auf die höheren juristischen Anforderungen in der deutschen Studienlandschaft. Rechtzeitig zum 10-jährigen Jubiläum des Instituts wurde die 10.000ste neoadjuvante Patientin in eine GBG Studie (GeparSepto-Studie) aufgenommen. In neoadjuvanten Studien werden die Patientinnen bereits vor der Operation mit einer Chemotherapie behandelt, um so das Ansprechen der Therapie verfolgen zu können und bei größeren Tumoren eine bessere Operabilität zu erreichen.

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Die GBG arbeitet eng mit der Brustkrebsstudiengruppe der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologischer Onkologie (AGO-B) sowie mit vielen anderen internationalen Studiengruppen (z.B. aus Österreich, Niederlande, Schweden, Frankreich und der NSABP, USA) zusammen. Bei der Breast International Group, einem weltweiten Zusammenschluss von über 40 Brustkrebs-Studiengruppen außerhalb der USA, hat die GBG als "core group" zentrale Funktionen übernommen und koordiniert mittlerweile auch internationale Studienprogramme. Die Erfolgsstory der neoadjuvanten Studien begann international schon Ende der 1970er Jahre, aber erst die Erfolge der Studiengruppe, die bereits 1997 die erste Patientin in eine solche Studie vor der Operation aufgenommen hatte, führten zu einer internationalen Anerkennung dieses Forschungsansatzes und damit auch der deutschen Studienlandschaft, die ihresgleichen sucht.

Würdigung finden die 10 randomisierten Studien der GBG vor allem wegen ihrer klaren Fragestellungen, der hohen Fallzahlen und auch dadurch, dass die eingesetzten Therapien nicht nur zur Beantwortung wissenschaftlicher Fragestellungen, sondern auch nach dem höchsten Effekt zum Zeitpunkt der Operation ausgewählt werden. Der Vorteil von neoadjuvanten Studien liegt vor allem darin, dass sehr schnell gesehen wird, ob eine Therapie wirkt. So konnte sowohl bei der GeparTrio als auch der GeparQuinto Studie der zweite Teil der Chemotherapie nach dem Ansprechen auf den ersten Teil individuell ausgewählt werden.

Heute sind die neoadjuvanten Studien der GBG hochkomplex, da im Rahmen von translationalen Forschungsprogrammen begleitend eine Vielzahl von Biomarkern untersucht wird. Aufgrund der ausgedehnten Vorarbeiten und der großen Biomaterialbank konnte die GBG einige Förderungen seitens der Europäischen Union erhalten, mit denen die Vorhersagekraft dieser Biomarker für den Therapieeffekt untersucht wird.
Die Tatsache, dass meistens die Protokollerstellung, die Datenbank und deren Auswertung, sowie Publikationen (wie z.B. im New England Journal of Medicine - NEJM - zur GeparQuinto-Studie, der bisher größten neoadjuvanten Studie mit über 2600 Patientinnen) der Studien allein bei der GBG liegen, belegt das große Maß an akademischer Unabhängigkeit dieser Studien.

Viele Präsentationen bei nationalen und internationalen Kongressen und hochwertige Publikationen (kumulativer Impact Faktor ca. 350) betonen die internationale Wertschätzung der neoadjuvanten Studien der GBG. Die aktuelle große Studie der GBG ist die GeparSepto Studie, in die auch die 10.000. Patientin aufgenommen wurde.

Weitere Informationen zur GBG und zu den aktuellen Studien finden Fachkreise und Patientinnen unter www.germanbreastgroup.de.

Quelle: GBG


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