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Medizin

07. September 2017 Gebärmutterhalskrebs-Screening: Gynäkologen bevorzugen Co-Testung mit Dünnschichtzytologie

Nach einem Beschluss des G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) sollen Frauen ab 35 Jahren künftig alle drei Jahre Anspruch auf eine Co-Testung im Rahmen des Gebärmutterhalskrebs-Screenings haben (1). Laut einer von Hologic in Auftrag gegebenen repräsentativen Online-Marktforschung unter 96 niedergelassenen Gynäkologen zu dem G-BA-Beschluss und der kommendem Co-Testung sind sich 89% der Befragten bewusst, welche Vorteile die Dünnschichtzytologie in der Früherkennung des Zervixkarzinoms bietet (2). So muss bei der Patientin nur ein einziger Abstrich entnommen werden, damit im Labor aus dem gewonnenen Material sowohl die zytologische Untersuchung als auch die HPV-Testung durchgeführt werden können. Der Nutzen der Dünnschichtzytologie zeigt sich sowohl im Rahmen der Co-Testung bei Frauen ab 35 Jahren, als auch bei der HPV-Reflextestung (Triage) für Frauen zwischen 20 und 34 Jahren nach einem auffälligen zytologischen Befund. Demnach gaben 74% der Gynäkologen an, es sei einfacher auf die Dünnschichtzytologie umzusteigen, wenn mit der Co-Testung begonnen wird. Zudem stimmten 70% der Befragten der Aussage zu, dass es bei der Co-Testung nützlich sei, die Dünnschichtzytologie anzuwenden, da der HPV-Test mit derselben Probe durchgeführt werden könne. Im Hinblick auf das Gebärmutterhalskrebs-Screening bei Frauen zwischen 20 und 34 Jahren vertreten 76% der Gynäkologen die Meinung, es sei wichtig, eine bereits gewonnene Probe zusätzlich für einen HPV-Test verwenden zu können, ohne dass die Patientin nochmals in die Praxis einbestellt werden muss (2).
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Eine mehr als 2,5-fach erhöhte Detektionsrate mit der Dünnschichtzytologie verglichen zur konventionellen Zytologie zeigten die Ergebnisse der bisher größten randomisiert prospektiven Studie Ihrer Art in Deutschland (Rhein-Saar-Studie), in die insgesamt 20.627 Frauen eingeschlossen wurden (3). Verglichen wurde die konventionelle Zytologie mit der Dünnschichtzytologie (ThinPrep Pap Test manuell und in Kombination mit Computerassistenz) unter Routinebedingungen eines opportunistischen Screening-Systems. Dabei zeigte die ThinPrep-Dünnschichtzytologie im Vergleich zur konventionellen Zytologie eine signifikant erhöhte Sensitivität für histologisch bestätigte CIN 1+, CIN 2+ und CIN 3+ ohne Verlust an Spezifität (3).

PD Dr. med. Hans Ikenberg, MVZ für Zytologie und Molekularbiologie in Frankfurt, hebt die Rolle der Technologie im Screening hervor. „Seit den hervorragenden Ergebnissen der Rhein-Saar-Studie setzen wir in der Prävention des Zervixkarzinoms zunehmend die Dünnschichtzytologie mit Computerassistenz und konsekutiv die HPV-Testung bzw. molekulare Marker ein. In der Folge sehen wir seit mehreren Jahren einen konstanten Anstieg der relativen Rate histologisch bestätigter hochgradiger Dysplasien. Alle unsere Mitarbeiter sind absolut von diesem Ansatz überzeugt. Die Dünnschichtzytologie sollte das Standardverfahren beim künftigen Gebärmutterhalskrebsscreening sein.“

Quelle: HOLOGIC

Literatur:

(1) Gemeinsamer Bundesausschuss, Pressemitteilung vom 16. September 2016. https://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/641. Zuletzt aufgerufen am 27.06.2017.
(2) Proposed Changes of Cervical Cancer Screening Guidelines in Germany – Market Research with Gynecologists. A market report by data information intelligence GmbH for Hologic, Inc., April 2017.
(3) Klug, S. J. et al. A randomized trial comparing conventional cytology to liquid-based cytology and computer assistance. Int. J. Cancer 2013; 132:2849–2857.


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