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Medizin
06. Februar 2017

G-BA: Pembrolizumab erhält beträchtlichen Zusatznutzen bei Lungenkrebs nach vorheriger Chemotherapie

Am 02. Februar gab der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) den Beschluss zu Pembrolizumab (KEYTRUDA®) im Rahmen der frühen Nutzenbewertung nach AMNOG bekannt. Demnach liegt ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen für die Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) mit PD-L1 exprimierenden Tumoren bei Erwachsenen vor, die zuvor eine Chemotherapie erhalten haben. Im November 2016 wurde die Dossierbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) veröffentlicht. Der G-BA ist der IQWiG Bewertung in vollem Umfang gefolgt.
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Der G-BA begründete in seinem am 02.02.2017 veröffentlichten Beschluss zu Pembrolizumab auf Grundlage der randomisierten, kontrollierten Zulassungsstudie KEYNOTE-10, in der Pembrolizumab mit Docetaxel verglichen wurde, den beträchtlichen Zusatznutzen unter anderem mit der relevanten Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens um 8,2 Wochen im Vergleich zur gewählten zweckmäßigen Vergleichstherapie Docetaxel, dem Vorteil bezüglich der Nebenwirkungen, wie etwa einer Verringerung von schweren unerwünschten Ereignissen sowie einer geringeren Therapieabbruchrate aufgrund schwerer unerwünschter Ereignisse, sowie den Vorteilen bei patientenrelevanten Endpunkten wie Alopezie, Mundschmerzen und peripherer Neuropathie.

Der G-BA kam in den tragenden Gründen (1) seines Beschlusses zu folgender Gesamtbewertung: „Für die Nutzenbewertung von Pembrolizumab (…) liegen Ergebnisse zu den Endpunkten Mortalität, Morbidität, gesundheitsbezogene Lebensqualität und Nebenwirkungen vor. Pembrolizumab führt gegenüber Docetaxel zu einer statistisch signifikanten Verlängerung des medianen Gesamtüberlebens um 8,2 Wochen, was als eine bisher nicht erreichte relevante Verbesserung beurteilt wird.“
 
„Dies ist bereits die zweite positive Bewertung durch den G-BA für KEYTRUDA®. Schon im letzten Jahr erhielt Pembrolizumab einen beträchtlichen Zusatznutzen bei fortgeschrittenem Melanom gegenüber dem bisherigen Goldstandard Ipilimumab“, betont Dr. Susanne Fiedler, Vorsitzende Geschäftsführerin von MSD Deutschland. „Wir freuen uns besonders, dass immer mehr Patienten mit unterschiedlichen Tumorentitäten von dieser echten Therapieinnovation profitieren können“, so Fiedler weiter.

Quelle: MSD

Literatur:

(1) Gemeinsamer Bundesausschuss. Tragende Gründe zum Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL). Abrufbar unter: https://www.g-ba.de/downloads/40-268-4190/2017-02-02_AM-RL-XII_Pembrolizumab_D-251_TrG.pdf Letzter Zugriff: 06.02.2017.


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