Sonntag, 6. Dezember 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Adcetris
Adcetris
Medizin

11. Juni 2020 GAZELLE-Studie: Obinutuzumab wird als Kurzinfusion beim unvorbehandelten FL evaluiert

Beim unvorbehandelten follikulären Lymphom (FL) hat die Kombination Obinutuzumab + Chemotherapie in der GALLIUM-Studie gegenüber Rituximab + Chemotherapie ein längeres progressionsfreie Überleben gezeigt (1). Die Obinutuzumab-Infusion wird über 3-4 Stunden gegeben, um das Risiko von Infusionsreaktionen (IRRs) gering zu halten. Bei Rituximab kann nach der ersten gut vertragenen Infusion eine Kurzinfusion über 90 Minuten gegeben werden. Für Obinutuzumab konnte die Sicherheit einer 90-Minuten-Kurzinfusion nach dem ersten Zyklus in 2 Phase-II-Studien beim diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom und Non-Hodgkin-Lymphom gezeigt werden. In der laufenden Phase-IV-Studie GAZELLE (NCT03817853) wird Obinutuzumab als Kurzinfusion bei nicht vorbehandeltem fortgeschrittenen FL in Stadium III/IV oder Stadium II mit bulky disease evaluiert (2).
Anzeige:
Hämophilie
1.000 mg Obinutuzumab werden i.v. an den Tagen 1, 8 und 15 des ersten Zyklus und an Tag 1 von Zyklus 2-6/8 gegeben, die Chemotherapie besteht aus Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin, Prednison (CHOP) bzw. Cyclophosphamid, Vincristin und Prednison (CVP) oder Bendamustin. Im ersten Zyklus erhalten die Patienten die Standardinfusion Obinutuzumab. Tritt eine Infusionsreaktion von Grad 3 oder höher auf, bleibt es auch im nächsten Zyklus bei der Standardinfusion, ansonsten wird ab dem 2. Zyklus die 90-Minuten-Kurzinfusion gegeben.

Die Patienten, die am Ende der Induktionstherapie ein komplettes oder partielles Ansprechen haben, bekommen über 2 Jahre oder bis zum Progress eine Obinutuzumab-Erhaltungstherapie. Primärer Endpunkt der Studie ist die Inzidenz von IRRs von Grad ≥3 im 2. Zyklus bei Patienten mit Obinutuzumab-Standardinfusion in Zyklus 1 ohne IRR-Grad ≥3. Sekundäre Endpunkte sind Nebenwirkungen, Zeit bis IRRs, Art und Dauer der IRRs Grad ≥3, Obinutuzumab-Infusionsdauer pro Zyklus, Gesamtansprechrate, progressionsfreies und Gesamtüberleben und Komplettremissionsrate nach 30 Monaten. Die Studie wird ca. 4 Jahre laufen, 69 der geplanten 112 Patienten sind rekrutiert.

(übers. v. ab)

Quelle: EHA25 virtual

Literatur:

(1) Marcus et al. N Engl J Med 2017
(2) EHA25 virtual, PB2191
 


Anzeige:
Kyprolis

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"GAZELLE-Studie: Obinutuzumab wird als Kurzinfusion beim unvorbehandelten FL evaluiert"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab