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Medizin
06. September 2016

Ganzhirnbestrahlung zeigt bei Lungenkrebs-Patienten mit Hirnmetastasen lediglich unerwünschte Wirkungen

Bei Lungenkrebs-Patienten mit Hirnmetastasen ist eine Ganzhirnbestrahlung (WBRT) ineffektiv, so das Ergebnis einer Nichtunterlegenheitsstudie der Phase III, QUARTZ, mit 538 Patienten, die Forscher der Medical Research Council Clinical Trials Unit in Lancet veröffentlicht haben. Weder Lebensdauer noch Lebensqualität ließen sich damit im Vergleich zu anderen Therapieformen verbessern. Die Patienten waren randomisiert worden für eine optimale Supportivtherapie (OSC) inklusive Dexamethason oder OSC + WBRT (20 Gy in 5 Tagesfraktionen). Primärer Endpunkt war die Messung der "quality-adjusted life-years" (QALYs), die aus Gesamtüberleben und wöchentlich erhobenem EQ-5D Questionnaire ermittelt wurden.
Die Therapie mit OSC allein wurde als nicht unterlegen betrachtet, wenn sie nicht mehr als 7 QALY-Tage schlechter war als die Therapie mit OSC + WBRT.

Die Rate an schwerwiegenden unerwünschten Nebenwirkungen unterschied sich in den Gruppen nicht, die mit WBRT behandelten Patienten litten jedoch mehr unter Haarausfall, Übelkeit, Juckreiz. Es gab keinen Unterschied im Gesamtüberleben (HR 1,06, 95% KI 0,90-1,26), in der Gesamt-Lebensqualität oder Dexamethason-Verwendung in den beiden Gruppen. Der Unterschied der medianen QALYs lag bei 4-7 Tagen.
(übers. AB)
Literatur:

Paula Mulvenna, Matthew Nankivell, Rachael Barton et al.
Dexamethasone and supportive care with or without whole brain radiotherapy in treating patients with non-small cell lung cancer with brain metastases unsuitable for resection or stereotactic radiotherapy (QUARTZ): results from a phase 3, non-inferiority, randomised trial, The Lancet 2016
http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(16)30825-X/fulltext


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