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Medizin
06. Dezember 2015

CML: Frühes molekulares Ansprechen erlaubt Schlüsse über den weiteren Krankheitsverlauf

Wie eine aktuelle Analyse der Phase-III-Studie ENESTnd (Evaluating Nilotinib Efficacy and Safety in Clinical Trials of Newly Diagnosed PH+ CML Patients) zeigt, sprechen Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) langfristig besser an und überleben länger, wenn sie unter einer Behandlung mit Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) eine frühe molekulare Remission erreichen.

Ein wesentliches Ziel der Therapie von Patienten mit CML ist das Erreichen einer anhaltenden tiefen molekularen Remission. Faktoren wie die Verträglichkeit der Therapie sowie Patientencharakteristika können den Behandlungserfolg beeinflussen. Auf Basis der Daten der ENESTnd-Studie wurde die prognostische Bedeutung verschiedener Parameter auf das Therapieziel der molekularen Remission nach einem Behandlungsjahr analysiert.

In der ENESTnd-Studie war gezeigt worden, dass Patienten mit CML bei Behandlung mit dem Zweitgenerations-TKI Nilotinib (Tasigna®) ein schnelleres molekulares Ansprechen erreichten als bei Behandlung mit dem Erstgenerations-TKI Imatinib (Glivec®). Unter Verwendung der Daten dieser Studie wurde ein Modell entwickelt, mit dem zukünftig die BCR-ABL1IS-Expression basierend auf Informationen zu der zuvor erreichten molekularen Remission vorhergesagt werden kann. Das Modell erwies sich als geeignet, sowohl die langfristigen BCR-ABL1IS-Spiegel der Patienten abzuschätzen als auch das Erreichen einer anhaltenden molekularen Remission vorherzusagen.

Die Analyse erbrachte, dass das frühe molekulare Ansprechen eine signifikante Assoziation mit den nach einem Behandlungsjahr erzielten BCR-ABL1IS-Spiegeln und damit mit einem langfristig besseren Therapieansprechen und  einem längeren Überleben aufweist. Unter der Behandlung mit Nilotinib erreichten 91% der Patienten eine frühe molekulare Remission, unter der Therapie mit Imatinib dagegen nur 67%. Das frühe Therapieansprechen sollte nach Ansicht der Studienautoren im Hinblick auf das Sicherstellen eines optimalen langfristigen Behandlungserfolgs daher immer mit bedacht werden, insbesondere, weil es eine wesentliche Voraussetzung für therapiefreie Remissionen ist.

sw

Literatur:

https://ash.confex.com/ash/2015/webprogram/Paper81348.html


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