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Medizin

04. Juni 2018 Frühes HER2-positives Mammakarzinom: Pertuzumab für die adjuvante Therapie zugelassen

Die Europäische Kommission hat Pertuzumab (Perjeta®) in Kombination mit Trastuzumab (Herceptin®) und einer Chemotherapie für die Behandlung von Frauen mit frühem HER2-positiven Mammakarzinom mit hohem Rezidivrisiko zugelassen (1). Basis für die aktuelle Zulassung sind die Daten der APHINITY-Studie. In der Phase-III-Studie profitierten insbesondere Patientinnen mit befallenen Lymphknoten oder Erkrankungen mit negativem Hormonrezeptorstatus – 2 Patientenkollektive mit hohem Risiko, einen Rückfall zu erleiden. Die Hinzunahme von Perjeta® zu Herceptin® und Chemotherapie reduzierte das Risiko für Rezidiv oder Tod bei diesen Patientinnen weiter um nahezu 25% (2). Mit der neuen Zulassung kann die doppelte Antikörper-Blockade beim frühen Brustkrebs damit nun auch adjuvant für insgesamt ein Jahr als Teil eines vollständigen Behandlungsschemas unabhängig vom Zeitpunkt der Operation eingesetzt werden.
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In der APHINITY-Studie profitierten besonders Patientinnen mit hohem Rezidivrisiko von der zusätzlichen Behandlung mit Pertuzumab. So war das Risiko für ein Rezidiv oder Tod unter dem Pertuzumab-Regime nach einem medianen Follow-up von 45,4 Monaten gegenüber der alleinigen Behandlung mit Trastuzumab plus Chemotherapie bei nodal-positiven Patientinnen um 23% und bei Hormonrezeptor-negativen Patientinnen um 24% reduziert (invasiv krankheitsfreies Überleben (iDFS): 92,0 vs. 90,2%; HR=0,77; p = 0,019 bzw. iDFS: 92,8 vs. 91,2%; HR=0,76; p = 0,085) (1). Die Studiendaten bestätigen zudem das bekannte Sicherheitsprofil der doppelten Antikörper-Blockade (1,2). Insgesamt nahmen 4.805 therapie-naive Patientinnen mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom an der APHINITY-Studie teil und erhielten postoperativ randomisiert entweder ein Jahr lang Pertuzumab und Trastuzumab oder Placebo und Trastuzumab – jeweils in Kombination mit einer anthrazyklin- und/oder einer taxanbasierten Standardchemotherapie (1).

Die Behandlung mit der doppelten Antikörper-Blockade erfolgt bei Frauen mit positivem Nodalstatus oder negativem Hormonrezeptorstatus für insgesamt 18 Zyklen (1 Jahr) unabhängig vom Zeitpunkt der Operation als Teil eines vollständigen Therapie-Regimes beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom. Die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO) hat dieses Vorgehen bereits mit einer Plus-Empfehlung (+) bewertet (3).

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Fachinformation Perjeta®, Stand: Mai 2018
(2) von Minckwitz G et al. N Engl J Med 2017; 377(2): 122-31
(3) AGO Kommission Mamma; Diagnostik und Therapie von Patientinnen mit primärem und metastasiertem Brustkrebs; Empfehlungen 2018. www.ago-online.de


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