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Medizin
02. September 2015

Früherkennung von Prostatakrebs

Früh erkannt ist Krebs besser heilbar. Das gilt auch beim Prostatakrebs. Doch welche Maßnahmen zur Früherkennung zum Einsatz kommen und wann sie beginnen sollten – darüber herrscht auch unter Fachleuten Uneinigkeit. Denn der Nutzen einer Früherkennung, die Todesfälle verhindern hilft, muss sorgfältig gegenüber den Nachteilen einer möglichen Überdiagnose abgewogen werden.

Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. In der Regel wächst der Tumor langsam und führt bei vielen Betroffenen nicht zum Tod. Wenn er jedoch gestreut hat, ist Prostatakrebs nicht mehr heilbar. Die Fachgesellschaften empfehlen deshalb zur Früherkennung bei Männern ab 45 Jahren eine jährliche Tastuntersuchung. Da Tumore, die ungünstig gelegen oder noch sehr klein sind, dabei unentdeckt bleiben können, wird zusätzlich ein sogenannter PSA-Test angeboten. Mithilfe eines Eiweißes, das nur in der Prostata produziert wird, lassen sich bösartige Veränderungen bereits in sehr frühen Stadien erkennen.

Bevor der Patient sich für oder gegen einen PSA-Test entscheidet, sollte er sich beim Arzt ausführlich über die Vor- und Nachteile informieren. So sollte man wissen, dass das Testergebnis nur die Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen eines Prostatakarzinoms vorhersagt. Denn ein normaler PSA-Wert ist keine Garantie dafür, dass kein Krebs vorliegt. Und umgekehrt bedeutet ein erhöhter PSA-Wert nicht zwangsläufig Prostatakrebs: Auch Harnweg- oder Prostataentzündungen, gutartige Veränderungen sowie Druck auf die Prostata (durch eine digital-rektale Untersuchung oder durch Sport) können den Wert beeinflussen. Aufklärung über die ver­schie­denen Früherkennungsmaßnahmen und die aktuellen Empfehlungen liefert das Monatsthema des ONKO-Internetportals unter www.krebsgesellschaft.de/thema_september2015.

Quelle: ONKO-Internetportal


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