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Medizin

29. Oktober 2019 Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: PARP-Inhibitor Niraparib verlängert PFS signifikant

Hinsichtlich Diagnostik und Therapie stellt das Ovarialkarzinom nach wie vor eine Herausforderung dar. Aktuelle Daten der PRIMA-Studie zeigen nun, dass die Monotherapie mit dem PARP-Inhibitor Niraparib das progressionsfreie Überleben (PFS) von Patientinnen mit neu diagnostiziertem, fortgeschrittenem Ovarialkrebs signifikant verlängert.
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Das Ovarialkarzinom ist der weltweit siebthäufigste Tumor bei Frauen, der bevorzugt in der Postmenopause auftritt. Die Erkrankung ist durch hohe Inzidenz und Letalität gekennzeichnet, da sie infolge fehlender spezifischer Symptome bei der Mehrzahl der Patientinnen (> 70%) erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert wird. Der Einsatz von PARP-Inhibitoren wie Niraparib erweist sich für die Behandlung des Ovarialkarzinoms als erfolgversprechend, wie neue Studienergebnisse zeigen. „Wir erleben einen Paradigmenwechsel in der Erstlinien-Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms“, so Dr. Ana Oaknin, Barcelona, Spanien.

Deutliche Reduktion des Progressionsrisikos

In der doppelblinden, Placebo-kontrollierten Phase-III-Studie PRIMA wurde die Wirksamkeit des PARP-Inhibitors Niraparib nach Erstlinien-Chemotherapie bei 733 Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Ovarialkarzinom untersucht. Primärer Studienendpunkt war der PFS-Benefit in der Gesamtpopulation.
Die Patientinnen, die ein komplettes oder partielles Ansprechen auf die Platin-haltige Chemotherapie gezeigt hatten, erhielten randomisiert 1x täglich entweder 300 mg Niraparib (n=487) oder Placebo (n=246). Etwa die Hälfte der Probandinnen waren HRD-positiv (homologe Rekombinationsstörung, homologous recombination-deficiency).

Signifikante Verlngerung des PFS

Niraparib führte im Vergleich zu Placebo zu einer signifikanten Verlängerung des PFS: Das mediane PFS betrug in der Gesamtpopulation unter dem PARP-Inhibitor 13,8 Monate (95%-KI: 11,5-14,9) vs. 8,2 Monate unter Placebo (95%-KI: 7,3-8,5). Bei HRD-positiven Patientinnen erwies sich der PFS-Vorteil unter Niraparib als noch stärker (21,9 Monate vs. 10,4 Monate). Es wurden keine neuen Sicherheitssignale identifiziert.

Die Daten bestätigen die Wirksamkeit der PARP-Inhibitoren in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms nach Ansprechen auf eine Platin-haltige Chemotherapie. Die Ergebnisse wurden im New England Journal of Medicine veröffentlicht (https://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJMoa1910962).

AH

Quelle: ESMO 2019

Literatur:

Martín AG. Niraparib therapy in patients with newly diagnosed advanced ovarian cancer (PRIMA/ENGOT-OV26/GOG-3012 study). Abstract LBA1, ESMO 2019, Barcelona


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