Montag, 30. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Medical Cloud CAR T
 
Medizin

25. Oktober 2018 Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Aktuelle Daten zu Bevacizumab

Bevacizumab (Avastin®) in Kombination mit Carboplatin/Paclitaxel ist bewährter Standard der Firstline-Therapie des fortgeschrittenen Ovarialkarzinoms (FIGO-Stadium IIIB-IV gemäß Klassifikation von 1988). In der Phase-III-Zulassungsstudie GOG 0218 zeigte sich ein signifikanter 6,2-monatiger Vorteil in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) zugunsten des Bevacizumab-Regimes und anschließender Bevacizumab-Erhaltungstherapie über insgesamt 15 Monate gegenüber der alleinigen Chemotherapie (18,2 vs. 12,0 Monate; HR=0,644; p<0,0001) (1,2). Beim Jahrestreffen der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2018 in München wurden nun aktuelle Daten der Phase-III-Studie AGO-Ovar 2.21 präsentiert. Diese zeigen: Patientinnen können auch von Bevacizumab in Kombination mit pegyliertem liposomalen Doxorubicin in der Rezidivsituation profitieren (3). Die Resultate bestätigen den Stellenwert von Avastin beim fortgeschrittenen Ovarialkarzinom.
Anzeige:
Tecentriq HCC
Tecentriq HCC
 
Die offene, prospektive, randomisierte Phase-III-Studie AGO-Ovar 2.21 untersuchte die Wirksamkeit und Sicherheit der Kombination aus Bevacizumab, Carboplatin und pegyliertem liposomalen Doxorubicin (PLD) gegenüber der Kombination aus Bevacizumab, Carboplatin und Gemcitabin bei Patientinnen mit Platin-sensiblem rezidivierenden Ovarialkarzinom (n=654). Das mediane PFS unter der Kombination mit Carboplatin/PLD betrug 13,3 Monate – unter der Kombination mit Carboplatin/Gemcitabin lag es bei 11,7 Monaten (HR=0,80; p=0,0128). Dabei ergab sich zwischen beiden Regimen kein Unterschied in Bezug auf das Auftreten unerwünschter Arzeimittelwirkungen (3).

Ein weiteres Resultat der Studie: Patientinnen, die bereits in der ersten Therapielinie eine Bevacizumab-Behandlung erhalten hatten (41,5% der Gesamtpopulation), profitierten weiterhin von der Behandlung mit dem Angiogenesehemmer. Im Median zeigte sich eine Tumorprogression bei diesen Patientinnen unter der Kombination aus Bevacizumab, Carboplatin und PLD erst nach 11,3 Monaten bzw. nach 10,1 Monaten bei der Kombination aus Bevacizumab, Carboplatin und Gemcitabin (3). Das Progressionsrisiko der mit Bevacizumab/Carboplatin/PLD behandelten Patientinnen war somit um 27% reduziert (HR=0,73; p=0,0126) (3). Diese Daten bestätigen die Bedeutung der Antiangiogenese für Patientinnen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom.

Quelle: Roche

Literatur:

(1) Burger RA et al. N Engl J Med 2011;365:2473-83.
(2) Burger RA et al. J Clin Oncol 2011;29(Suppl):33s, Abstract 5023.
(3) Pfisterer J et al. ESMO 2018; Oral Presentation.


Anzeige:
Infothek Sekundäre Immundefekte

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Aktuelle Daten zu Bevacizumab"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab