Dienstag, 18. Mai 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Zytiga
Zytiga
Medizin
22. April 2021

Fortgeschrittenes oder metastasiertes Cholangiokarzinom: Zulassung für Pemigatinib

Pemigatinib (Pemazyre®) ist nun in Deutschland kommerziell erhältlich und kann als Monotherapie für die Behandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Cholangiokarzinom (CCA) mit Fusion oder Rearrangement des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors 2 (fibroblast growth factor receptor 2, FGFR2), das nach mindestens einer früheren systemischen Therapielinie fortgeschritten ist, eingesetzt werden (1).
 
Anzeige:
Blenrep
Blenrep
Das Cholangiokarzinom ist eine seltene Krebsart, die sich im Gallengang entwickelt und nach seinem Ursprung klassifiziert wird: Das intrahepatische Cholangiokarzinom (iCCA) tritt im Gallengang innerhalb der Leber auf, das extrahepatische Cholangiokarzinom (eCCA) im Gallengang außerhalb der Leber. In Deutschland liegt die Inzidenz der Neuerkrankungen beim Cholangiokarzinom zwischen 6.000 bis 7.000 Fällen mit stetig ansteigenden Fallzahlen für das iCCA in den letzten Jahren (2).
Beim CCA treten gehäuft genetische Veränderungen auf, für die zielgerichtete Medikamente bereits existieren oder in der Entwicklung sind. Dazu zählen FGFR2-Fusionen oder -Rearrangements, die nahezu ausschließlich beim iCCA auftreten und bei 10 bis 16% der Patienten beobachtet werden (3-6).
 
„Pemigatinib hat bei Patienten mit einem dokumentierten FGFR2-Fusions- bzw. Rearrangement-Status in der klinischen Prüfung eine vielversprechende Wirksamkeit und Verträglichkeit gezeigt. Mit der Zulassung und Markteinführung steht diesen CCA-Patienten nun eine neue Therapieoption zur Verfügung“, sagt Prof. Arndt Vogel, Hannover. „Wichtig ist nun die regelhafte Implementierung molekularer Diagnoseverfahren im klinischen Alltag, um CCA-Patienten mit FGFR2-Fusionen zu identifizieren, die von einer Behandlung mit Pemigatinib profitieren könnten.“

Quelle: Incyte

Literatur:

(1) Pemazyre® Fachinformation, Stand März 2021
(2) Uhlig J et al. Ann Surg Oncol. 2019;26:1993-2000
(3) Lowery MA et al. Clin Cancer Res. 2018 ;24(17):4154-4161
(4) Graham RP, et al. Hum Pathol. 2014;45: 1630-1638
(5) Ang CJ, Gastroenterol Hepatol. 2015;30:1116‒1122
(6) Ross JS, et al. The Oncologist. 2014;19:235–242


Das könnte Sie auch interessieren
Immer weniger Deutsche bei der Darmkrebsvorsorge
Immer+weniger+Deutsche+bei+der+Darmkrebsvorsorge
©Sebastian Kaulitzki / Fotolia.de

Die Vorstellung ist für Männer wie Frauen anscheinend gleichermaßen derart unangenehm, dass sie die Untersuchungen lieber meiden: Darmkrebsvorsorge. Darauf weist die KKH Kaufmännische Krankenkasse angesichts des Darmkrebsmonats März hin. Laut KKH-Auswertung ist der Anteil der Versicherten, die zwischen 2009 und 2019 einen Vorsorgetest auf Blut im Stuhl gemacht haben, bundesweit bei beiden Geschlechtern um rund 42%...

Brustkrebs bei Männern
Brustkrebs+bei+M%C3%A4nnern
© Antonio Tanaka - stock.adobe.com

Jährlich erkranken zwischen 600 und 700 Männer an Brustkrebs. Das macht rund ein Prozent aller Brustkrebsfälle aus. Da es für Männer keine Brustkrebs-Früherkennungsprogramme gibt und der Gedanke an Krebs zunächst fern liegt, wird die Erkrankung beim Mann meist erst in späteren Stadien diagnostiziert als bei Frauen. Dadurch verstreicht wertvolle Zeit, die bei der Behandlung fehlt. Wie Brustkrebs beim Mann entsteht, erkannt und behandelt wird,...

Brustkrebs: Frauen mit Metastasen im Fokus
Brustkrebs%3A+Frauen+mit+Metastasen+im+Fokus
© Expensive - stock.adobe.com

Jede 8. Frau in Deutschland erkrankt laut Statistischem Bundesamt in ihrem Leben an Brustkrebs. Im Brustkrebsmonat Oktober wird ein besonderer Fokus auf diese Krankheit gerichtet, um über Möglichkeiten der Früherkennung und der Behandlung zu informieren. Die Deutsche Krebshilfe und die Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) nehmen in diesem Jahr eine spezielle Betroffenengruppe in den Blick: Frauen, die an einer nicht mehr...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Fortgeschrittenes oder metastasiertes Cholangiokarzinom: Zulassung für Pemigatinib"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.