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Medizin
18. Juni 2020
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Fortgeschrittenes Kolorektalkarzinom: Senkung des Progressionsrisikos unter Pembrolizumab-Monotherapie

MSD gab kürzlich Ergebnisse der Phase-III-Studie KEYNOTE-177 bekannt, welche den PD-1-Inhibitor Pembrolizumab (KEYTRUDA®) zur Erstlinienbehandlung von Patienten mit nicht resezierbarem oder metastasierendem kolorektalem Karzinom mit hoher Mikrosatelliteninstabilität (microsatellite instability-high, MSI-H) oder mit Mismatch-Repair-Defizienz (mismatch repair deficiency, dMMR) untersuchte. In dieser Studie, die im Jahr 2021 zu einer Zulassung in dieser Indikation in Europa führen könnte, reduzierte eine Pembrolizumab-Monotherapie das Progressions- oder Sterberisiko signifikant um 40% (HR=0,60; 95%-KI; 0,45-0,80; p=0,0002)).
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Pembrolizumab führte dabei zu einem medianen progressionsfreien Überleben (PFS) von 16,5 Monaten verglichen mit 8,2 Monaten bei Patienten, die eine Chemotherapie (nach Wahl des Prüfarztes mFOLFOX6 oder FOLFIRI, mit oder ohne Bevacizumab oder Cetuximab), eine aktuelle Standardtherapie bei dieser Patientenpopulation, erhielten. Wie zuvor angekündigt, wird die Studie unverändert fortgesetzt, um das Gesamtüberleben (OS) – den zweiten dualen primären Endpunkt – zu untersuchen. Diese Ergebnisse wurden zur Präsentation am Sonntag, den 31. Mai 2020, im Rahmen der Plenarsitzung des virtuellen wissenschaftlichen Programms der Jahrestagung 2020 der American Society of Clinical Oncology (ASCO) ausgewählt (Abstract #LBA4) und vorgestellt.
 
Erstmals verbessertes PFS unter Anti-PD-1-Monotherapie im Vergleich zur Chemotherapie

„Seit vielen Jahren ist die Chemotherapie mit einer Kombination von mFOLFOX6 plus Bevacizumab, die Standardtherapie für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit kolorektalem Karzinom mit hoher Mikrosatelliteninstabilität. Nun zeigte zum ersten Mal eine Anti-PD-1-Monotherapie eine überlegene, statistisch signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserung des progressionsfreien Überlebens dieser Patienten im Vergleich zu einer Chemotherapie“, sagte Dr. Roy Baynes, Senior Vice President und Leiter Global Clinical Development, Chief Medical Officer, Merck Research Laboratories von Merck & Co., Inc., Kenilworth, USA (in Deutschland MSD). „Es besteht ein dringender Bedarf an neuen Behandlungsoptionen in der Erstlinie, die anhaltende Langzeitverbesserungen von Therapieergebnissen bei Darmkrebs-Patienten mit MSI-H bieten können.“

Signifikante Senkung des Progressions- oder Sterberisikos
 
„Die Pembrolizumab-Monotherapie reduzierte das Progressions- oder Sterberisiko signifikant um 40% gegenüber der Standardbehandlung mit Chemotherapie bei Patienten mit metastasierendem kolorektalen Karzinom mit hoher Mikrosatelliteninstabilität. Dabei wurden weniger behandlungsbedingte unerwünschte Ereignisse beobachtet. Zudem zeigte Pembrolizumab ein langfristiges, anhaltendes Ansprechen über einen Zeitraum von zwei Jahren bei denjenigen, die auf die Behandlung ansprachen“, sagte Dr. Thierry André, Professor für medizinische Onkologie an der Universität Sorbonne und Leiter der Abteilung medizinische Onkologie am Hôpital St. Antoine, Assistance Publique Hôpitaux de Paris. „Die Daten der KEYNOTE-177-Studie zeigen, dass die Pembrolizumab-Monotherapie das Potenzial hat, die neue Standardtherapie für die Erstlinienbehandlung von Patienten mit metastasierendem kolorektalem Karzinom mit hoher Mikrosatelliteninstabilität zu werden.“

Im Mai 2017 erhielt Pembrolizumab als erste Krebstherapie die Zulassung von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (Food and Drug Administration, FDA) zur Anwendung bei vorbehandelten Patienten mit soliden Tumoren mit MSI-H oder dMMR und damit basierend auf einem Biomarker, unabhängig von der Tumorart.

Quelle: MSD


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