Dienstag, 1. Dezember 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Adcetris
Adcetris
Medizin

23. Oktober 2019 Fortgeschrittenes HR+, HER2-Mammakarzinom: Abemaciclib verlängert Gesamtüberleben

Brustkrebs ist nach wie vor die häufigste Krebserkrankung bei Frauen; in Deutschland erkranken jährlich etwa 70.000 Frauen. In 5-10% der Fälle werden bei der Diagnosestellung Fernmetastasen nachgewiesen. Inhibitoren der Cyclin-abhängigen Kinasen (cyclin dependent kinases, CDK) 4 und 6 haben zu einer deutlichen Verbesserung der Behandlung von Frauen mit metastasiertem Brustkrebs geführt. Daher sind CDK4/6-Inhibitoren der neue Standard in der endokrin-basierten Therapie des metastasierten Hormonrezeptor-positiven (HR+) Mammakarzinoms.
Aktuelle Daten  unterstreichen die Bedeutung dieser Substanzklasse: So ergab die Phase-III-Studie MONARCH2, dass die Behandlung mit dem CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib + Fulvestrant das mediane Gesamtüberleben (OS) bei Patientinnen mit fortgeschrittenem HR+, HER2-negativem (HER2-) Mammakarzinom, das unter endokriner Therapie progredient war, um 9,4 Monate verlängerte. Abemaciclib ist zugelassen zur Therapie des HR-positiven, HER2-negativen lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Mammakarzinoms.

MONARCH2: 9,4 Monate OS-Benefit unter Abemaciclib + Fulvestrant

Die MONARCH2 ist eine multizentrische Doppelblindstudie mit 669 Frauen mit HR+/HER2- fortgeschrittenem Mammakarzinom, die 2:1 randomisiert 500 mg Fulvestrant in Kombination mit entweder Abemaciclib oder Placebo erhielten (n=446 im Verumarm; n=223 in der Placebogruppe). Primärer Studien-Endpunkt war das vom Prüfer beurteilte PFS, sekundäre Endpunkte waren OS, Ansprechen, klinische Niutzenrate und Sicherheit.

Das mediane Follow-up betrug 47,7 Monate. Unter Abemaciclib + Fulvestrant ergab sich ein medianes Gesamtüberleben von 46,7 Monaten im Verumarm vs. 37,3 Monaten unter Placebo. Damit verlängerte die Kombination Abemaciclib + Fulvestrant das Überleben statistisch signifikant um 9,4 Monate. Der OS-Benefit erwies sich als konsistent, auch bei Patientinnen mit prognostisch ungünstigen Faktoren (z.B. viszerale Metastasen) und endokriner Resistenz, was bedeutet, dass auch diese Patientinnen von Abemaciclib profitieren. Darüber hinaus war in der Verumgruppe die Dauer bis zur Krankheitsprogression länger (32,1 vs. 20,6 Monate); auch die Dauer bis zur Chemotherapie wurde unter Abemaciclib signifikant hinausgezögert (50,2 vs. 22,1 Monate). Das mediane PFS betrug in der Verumgruppe 16,9 Monate vs. 9,3 Monate im Placebokollektiv. Diese positiven Ergebnisse sind hinweisend dafür, CDK4/6-Inhibitoren bei dieser Gruppe von Patientinnen möglichst früh anzuwenden.

Dr. Astrid Heinl

Quelle: Pressegespräch „Abemaciclib verlängert Gesamtüberleben bei Frauen mit fortgeschrittenem HR+, HER2- Mammakarzinom signifikant“, ESMO 2019, 30.9.2019, Barcelona; Veranstalter: Lilly


Anzeige:
Tecentriq
Tecentriq
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Fortgeschrittenes HR+, HER2-Mammakarzinom: Abemaciclib verlängert Gesamtüberleben"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab