Montag, 18. Januar 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Canakinumab
 
Medizin

11. Juli 2019 Flexible Dosierung von Regorafenib bei Patienten mit mCRC

Der Multikinase-Inhibitor Regorafenib ist seit 2013 für Patienten mit therapierefraktärem metastasierten Kolorektalkarzinom (metastatic colorectal cancer, mCRC) zugelassen. Das Toxizitätsprofil von Regorafenib schränkt seine Anwendung in der klinischen Praxis jedoch oft ein. Die REARRANGE-Studie, eine randomisierte Phase-II-Studie, untersuchte, ob eine flexible Dosierung die Verträglichkeit von Regorafenib und damit die Lebensqualität verbessern kann, ohne die Wirksamkeit zu beeinträchtigen (1).
Anzeige:
Venclyxto
Dosiseskalation nach dem ersten Zyklus

An der Studie nahmen 299 therapierefraktäre Patienten mit mCRC teil, die zuvor bis zu vier Therapielinien erhalten hatten. Sie wurden 1:1:1 randomisiert in folgende Dosierungsschemata eingeteilt: Standarddosis 160 mg/Tag für drei Wochen (SD), reduzierte Dosis von 120 mg/Tag für drei Wochen (RD) oder intermittierende Dosis von 160 mg/Tag für eine Woche (ID). In allen drei Armen erfolgte anschließend jeweils eine Woche Therapiepause. Die durchschnittliche Behandlungsdauer betrug in der SD-Gruppe 3,2 Monate, in der RD-Gruppe 3,7 Monate und in der ID-Gruppe 3,8 Monate. Bei den Patienten der RD- und ID-Gruppe wurde die Dosis nach dem ersten Behandlungszyklus auf den Standard eskaliert, wenn keine limitierenden Toxizitäten auftraten. „Wir haben die Dosis im ersten Zyklus reduziert und dann eskaliert, weil sich gezeigt hat, dass die Toxizität in den ersten beiden Monaten der Behandlung höher ist“, erklärte der Studienleiter Dr. Guillem Argilés, Barcelona, Spanien. Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) lag in allen Gruppen bei etwa 2 Monaten.

Weniger Nebenwirkungen – gleiche Wirksamkeit

Der primäre Endpunkt der Studie – die Verbesserung der allgemeinen Verträglichkeit von Regorafenib – wurde weder im RD- noch im ID-Kollektiv erreicht. Mit der flexiblen Dosierung verbesserten sich jedoch klinisch relevante unerwünschte Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Hand-Fuß-Syndrom (HFS) und Hypertonie, ohne die Wirksamkeit zu beeinflussen, sodass die flexible Dosierung von Regorafenib eine alternative und effektive Option ist.

Quelle: ESMO-GI 2019

Literatur:

(1) Abstract O-026 – Results of REARRANGE trial: A randomized phase 2 study comparing different dosing approaches for regorafenib (REG) during the first cycle of treatment in patients (pts) with metastatic colorectal cancer (mCRC)’ presented by Guillem Argilés during Session XX: Colorectal Cancer (Part I) on 6 July, 09:20-10:50 CEST. Annals of Oncology 30 (Supplement 4): iv137–iv151, 2019. doi:10.1093/annonc/mdz1551).


 


Anzeige:
Darzalex
Darzalex
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Flexible Dosierung von Regorafenib bei Patienten mit mCRC"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASH 2020
  • Phase-III-Studie ASCEMBL bei resistenten/intoleranten Patienten mit CML: STAMP-Inhibitor Asciminib deutlich effektiver als TKI Bosutinib
  • Ruxolitinib-resistente/-intolerante MF-Patienten profitieren im klinischen Alltag möglicherweise von einer Rechallenge
  • Real-world-Daten zu PV: Rechtzeitige Umstellung von HU auf Ruxolitinib wirkt möglicherweise Anstieg thromboembolischer Ereignisse entgegen
  • 5-Jahres-Daten der RESPONSE-2-Studie: Überlegenheit von Ruxolitinib gegenüber BAT im Langzeitverlauf bestätigt
  • Phase-I-Studie: Anhaltendes molekulares Ansprechen mit neuem BCR-ABL-Inhibitor Asciminib bei CML-Patienten mit T315I-Resistenzmutation
  • Patienten mit ITP sind emotional erheblich belastet
  • r/r DLBCL: Vielversprechende erste Daten zur CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel in Kombination mit Ibrutinib
  • r/r FL: CAR-T-Zell-Therapie mit Tisagenlecleucel wirksam und sicher
  • Myelofibrose: Ruxolitinib-Startdosis von 10 mg 2x tägl. auch bei initial niedriger Thrombozytenzahl sicher anwendbar
  • Phase-III-Studie REACH3: Ruxolitinib bei chronischer steroidrefraktärer oder steroidabhängiger GvHD wirksamer als die beste verfügbare Therapie