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Medizin

30. Oktober 2019 EU-Twinning-Projekt: Den Tumor magnetisch zerstören

Es geht um die gezielte Vernichtung von Krebszellen mit magnetischen Nanopartikeln. Doch gleichzeitig ist „MaNaCa“ ein Mentorenprogramm für die Akademie der Wissenschaften in Armenien: Das Projekt auf zwei Ebenen, an dem Physiker vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) maßgeblich beteiligt sind, wird von der Europäischen Union mit 800.000 € gefördert.
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Twinning ist der Fachbegriff für die Hilfe der EU zur Weiterentwicklung technologischer und wissenschaftlicher Expertise in nicht-europäischen Partnerländern: Eine bestimmte Fachrichtung oder Institution der entsprechenden Nation wird unterstützt, indem sie von mind. zwei international führenden europäischen Forschungseinrichtungen angeleitet wird.

Das Projekt „MaNaCa – Magnetic Nanohybrids for Cancer Therapy” soll das wissenschaftliche Potenzial des Instituts für physikalische Forschung der Nationalen Akademie der Wissenschaften in Armenien verbessern. Erfahrene Projektpartner sind die UDE, die Aristoteles University of Thessaloniki in Griechenland und ein Beratungsunternehmen aus Luxemburg.

Auf wissenschaftlicher Seite wird sich MaNaCa drei Jahre lang auf die Anwendung magnetischer Partikel in der Krebstherapie konzentrieren. Zwei therapeutische Varianten stehen dabei im Fokus: Bei der Hyperthermie werden die Partikel gezielt in Tumorgewebe eingebracht. Anschließend versetzt man ihr inneres Magnetfeld durch ein äußeres Magnetfeld in schnelle Schwingungen. Dadurch überhitzen und töten sie die kranken Zellen in ihrer Umgebung; gesundes Gewebe bleibt unbeschädigt. Eine Alternative ist der magnetisch-mechanisch verursachte Zelltod. Hierbei sitzen die magnetischen Nanopartikel direkt an der Membran der Tumorzelle. Schon winzige mechanische Schwingungen im atomaren Maßstab reichen dann aus, um die betroffenen Krebszellen zu zerstören. Beide Techniken funktionieren ohne Operation.

„Die magnetbasierten Behandlungen sind im Labor heute schon echte Alternativen zur Bestrahlung und Chemotherapie“, erklärt Physiker Prof. Michael Farle, einer der beteiligten UDE-Wissenschaftler. „Dennoch wollen wir eine noch gezieltere Therapie ermöglichen, indem wir die Überhitzung auf die individuelle Tumorzelle oder sogar einen verwundbaren Punkt in ihrem Stoffwechsel begrenzen.“
Das Projekt ist gerade gestartet und endet im September 2022.

 

Quelle: Universität Duisburg-Essen


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