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Medizin
01. Oktober 2014

ESMO 2014: Neue Lebensqualität-Daten von Patientinnen mit Platin-sensitivem Ovarialkarzinom-Rezidiv unter Olaparib

Die Lebensqualität von Patientinnen mit Platin-sensitivem Rezidiv (PSR) eines BRCA-mutierten hochgradigen serösen Ovarialkarzinoms wird unter der Therapie mit Olaparib im Verlgeich zu Placebo nicht beeinträchtigt. Das zeigen neue Daten zu Olaparib, die AstraZeneca im Rahmen des Kongresses der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) in Madrid präsentierte.

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Die Ergebnisse stammen aus einer Subgruppenanalyse der Zulassungsstudie 19 mit Ovarialkarzinom-Patientinnen mit hochgradigem serösen Platin-sensitiven Rezidiv, die eine BRCA-Mutation aufwiesen. Die Auswertung zeigte, dass bei 55,6% aller Patientinnen nach einer sechsmonatigen Erhaltungstherapie mit Olaparib die Lebensqualität unverändert blieb, im Vergleich zu 49,1% der mit Placebo behandelten Patientinnen. Bei 27% der Patientinnen verbesserte sich unter Olaparib außerdem die Lebensqualität im Vergleich zu 20,8% in der Placebo-Gruppe. In der Studie wurde die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) mit Hilfe des "Functional Assessment of Cancer Therapy Ovarian"-Bewertungsfragebogens (FACT-O) erhoben. Ziel war es, die von Patientinnen berichteten Ergebnisse zu dokumentieren, einschließlich der Fähigkeit, ein normales und erfülltes Leben zu führen.
 
Prof. Jonathan Ledermann, Studienleiter aus dem University College London (UCL) Cancer Institute, kommentierte die Daten: "Die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Olaparib bei Ovarialkarzinomen wurde in klinischen Studien nachgewiesen und diese neuen Daten weisen darauf hin, dass die Behandlung die Prognose der Patientinnen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Lebensqualität verbessert. Diese Ergebnisse sind ermutigend für Patientinnen mit Ovarialkarzinom und BRCA-Mutation, die zurzeit begrenzte Behandlungsmöglichkeiten haben."
 
Die Studie 19, eine randomisierte, doppelblinde klinische Phase-II-Studie, untersuchte die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Olaparib bei Patientinnen mit einem Platin-sensitiven Rezidiv eines BRCA-mutierten hochgradigen serösen Ovarialkarzinoms. Die Erhaltungstherapie mit Olaparib verlängerte das progressionfreie Überleben (PFS) der Patientinnen mit BRCA-Mutation signifikant im Vergleich zu Placebo (HR=0,18, 95% CI 0,10-0,31; P<0,0001, mittlere progressionsfreie Überlebenszeit 11,2 vs 4,3 Monate).

Antoine Yver, SVP, Leiter der Onkologie in der Global Medicines Development Unit bei AstraZeneca, erklärte: "Diese neuen Daten zur Lebensqualität ergänzen die Nachweise zur Verträglichkeit und Wirksamkeit von Olaparib, die zuvor in der Studie 19 erbracht wurden. Die Daten zeigen darüber hinaus das Potenzial des Wirkstoffes, welcher sich in der Entwicklung für die Behandlung von Frauen mit BRCA-mutiertem Ovarialkarzinom befindet. Dies ist wichtig, da diese Patientinnen derzeit nur begrenzte Behandlungsmöglichkeiten haben."

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat im Jahr 2013 den Zulassungsantrag für Olaparib akzeptiert. Eine Empfehlung des Beratungsausschusses der CHMP der EMA wird für das 4. Quartal 2014 erwartet.

Quelle: AstraZeneca


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