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Medizin

07. Oktober 2019 ES-SCLC: Überlebensvorteil durch Durvalumab + Platin/Etoposid geht mit verbesserter Lebensqualität einher

In der Phase-III-Studie CASPIAN konnte gezeigt werden, dass Durvalumab in Kombination mit Etoposid und Platin (Cisplatin oder Carboplatin) das Gesamtüberleben (OS) von Patienten mit fortgeschrittenem kleinzelligen Lungenkrebs (ES-SCLC) im Vergleich zu Etoposid und Platin allein verbessert. Nun wurden die Analysen bezüglich PD-L1-Expression, Progressionsmustern und Patient Reported Outcomes (PROs) vorgestellt. Es scheint, als hätte die PD-L1-Expression hier keinen Einfluss auf den Nutzen der Therapie. Die Progressionsmuster unterschieden sich nicht wesentlich voneinander. Die Lebensqualität der Patienten und die Zeit bis zur Verschlechterung von Symptomen war jedoch über alle abgefragten Bereiche konsistent unter der Kombination mit Durvalumab verbessert.
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Zum Datenschnitt am 11. März 2019 hatten 265 Patienten Durvalumab + Etoposid/Platin (EP) und 266 Patienten EP alleine erhalten. Von insgesamt 277 auswertbaren Gewebeproben (Durvalumab + EP: 151; EP: 126) konnte nur in wenigen Fällen eine PD-L1-Expression nachgewiesen werden (5% und 22% der Patienten mit ≥ 1% Expression im Tumor und in Immunzellen). Die PD-L1-Expression führte zu keinen signifikanten Unterschieden in Bezug auf das OS in den beiden Therapiearmen (p=0,54 und p=0,23). Ebenso schienen progressionsfreies Überleben und Gesamtansprechen nicht beeinflusst zu werden. Die Progressionsmuster waren ähnlich, obwohl weniger Patienten neue Läsionen bei der ersten Progression unter Durvalumab + EP im Vergleich zu EP entwickelten (41,4% vs. 47,2%) -einschließlich Lungenläsionen (8,6% vs. 15,2%). Die Inzidenz von neuen Hirn/ZNS-Metastasen war ebenfalls in beiden Armen vergleichbar (11,6% vs. 11,5%), und das obwohl eine Schädelbestrahlung nur im Kontrollarm erlaubt war. Die bestimmten Baseline-PROs waren über alle Symptome und funktionelle Domänen hinweg vergleichbar. Die Zeit bis zur Verschlechterung (TTD) war in allen PROs für Durvalumab + EP verglichen mit EP länger.

Somit führt Durvalumab + EP zu einem signifikant längeren OS-Benefit im Vergleich zu EP allein, während es die Lebensqualität der Patienten erhält und die Zeit bis zur Verschlechterung von Symptomen und Funktionen verlängert. Die PD-L1-Expression war insgesamt gering und scheint keinen prädiktiven Biomarker für Durvalumab + EP darzustellen.

 
(übers. v. sk)

 
 
 

 

 

Quelle: ESMO 2019

Literatur:

Paz-Ares L, et al. ESMO 2019, Abstract LBA89


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