Mittwoch, 25. November 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Myelofibrose
Myelofibrose
 
Medizin

04. September 2019 Erster Patient in Fascination-Studie der in Jena koordinierten CML-Allianz wird am Uniklinikum Leipzig betreut

Die enge Vernetzung der Tumorzentren an den Uniklinika in Leipzig und Jena ermöglichte den weltweit erstmaligen Einsatz eines neuen Wirkstoffs in Kombination mit der Standardtherapie als erste Behandlungsoption bei der chronischen myeloischen Leukämie, kurz CML. Als erster Teilnehmer ist jetzt ein 26-jähriger Patient mit neudiagnostizierter CML am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) in eine neue Studie aufgenommen worden. Sie wird von der CML-Studiengruppe am Universitätsklinikum Jena koordiniert.
Anzeige:
Avastin MammaCA BC
Avastin MammaCA BC
 
Die nun gestartete Fascination-Studie untersucht den Einsatz des neuen Novartis-Wirkstoffs Asciminib in Kombination mit den Standardtherapien. Zuvor war der Wirkstoff nur nach dem Versagen bereits etablierter Therapien eingesetzt worden. "Durch die Kooperation im Rahmen innovativer klinischer Studien können wir unseren Patienten international führende Therapiekonzepte anbieten", sagt Prof. Dr. Uwe Platzbecker, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hämatologie und Zelltherapie, Internistische Onkologie, Hämostaseologie am UKL.

"Unsere Studiengruppe initiiert klinische Studien zum Test neuer Wirkstoffe und neuer Therapiekonzepte, in denen spezialisierte hämatologische Zentren kooperieren", so Prof. Andreas Hochhaus, Leiter der Studiengruppe und des Jenaer Tumorzentrums.

Die Therapie von CML, der zweithäufigsten Form chronischer Leukämien, hat in den vergangenen 20 Jahren gewaltige Fortschritte gemacht. Bei dieser durch eine genetische Störung verursachten Erkrankung des blutbildenden Systems kommt es zu einer starken Vermehrung der weißen Blutkörperchen. Dank neuer Wirkstoffe, die die Aktivität des krebsauslösenden Gens hemmen, beträgt die Überlebensrate nach 10 Jahren heute 83%. Mitunter kann die Erkrankung bis an die Nachweisgrenze zurückgedrängt werden, Patienten in dieser sogenannten tiefen Remission können die Medikamente im Verlauf sogar absetzen.

"Wir erwarten unter der neuen Kombinationstherapie bisher nicht erreichte Raten tiefer molekularer Remissionen", so PD Dr. Thomas Ernst, Studienleiter am Jenaer Uniklinikum, "wir wollen den Anteil der Patienten erhöhen, die die CML überwinden und dann ohne Dauertherapie leben können." Insgesamt sollen 125 Patienten an der Studie teilnehmen, die auf gut drei Jahre angelegt ist. Studienzentren an über zwanzig Standorten in Deutschland haben ihre Beteiligung signalisiert. "Die Zusammenarbeit zwischen Universitätsklinika, Krankenhäusern und Kollegen in niedergelassener Praxis ermöglicht den raschen Zugang zu neuen Therapien für alle Patienten, unabhängig vom Wohnort", schlussfolgert Prof. Hochhaus.

Informationen zur CML-Studiengruppe: www.cml-allianz.de
 
Informationstag Krebs am 7. September
Zum nun schon traditionellen Patiententag Krebs lädt am 7. September das Universitäre Krebszentrum Leipzig (UCCL) ein. Über 40 Krebs-Experten des UCCL erläutern in Vorträgen, Seminaren und Workshops neue Therapieansätze bei verschiedenen Krebsarten. Zudem werden Gesprächsrunden angeboten, bei denen Spezialisten verschiedener Fachbereiche im Anschluss an Kurzvorträge für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen. Außerdem haben die Besucher die Möglichkeit, bei Rundgängen mit Fachexperten sich einen Einblick in Strahlen- oder Chemotherapie oder in den Umgang mit einem OP-Roboter zu verschaffen.

   Sonnabend, 7. September, 10 bis 15 Uhr
   Universitätsklinikum Leipzig, Haus 4
   Liebigstr. 20, 04103 Leipzig
 


Lesen Sie zum Thema auch:
Management und Verlaufskontrolle der CML

 

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig


Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Erster Patient in Fascination-Studie der in Jena koordinierten CML-Allianz wird am Uniklinikum Leipzig betreut"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab