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Medizin
11. Februar 2021

Ergebnisse mit HER2-ATAC für gezielte Immuntherapie von triple-negativem Brustkrebs

Es wurden neue Studienergebnisse zur ATAC-Technologie (Antibody Targeted Amanitin Conjugates) in der Fachzeitschrift Science Translational Medicine veröffentlicht. Die Studie wurde gemeinsam von einer Forschungsgruppe der School of Medicine, Indiana University, Indianapolis, IN, USA, und Wissenschaftlern von Heidelberg Pharma durchgeführt.
Das Trastuzumab-ATAC, das aus dem gegen HER2 gerichteten Antikörper Trastuzumab und dem Toxin Amanitin besteht, zeigte eine außerordentliche Wirksamkeit bei der Behandlung bestimmter triple-negativer Brustkrebsarten (TNBC). HER2 ist ein Oberflächenprotein, das von Brustkrebszellen überexprimiert wird. TNBC Zellen exprimieren zwar HER2, allerdings auf einem niedrigen Niveau (HER2-low), das für eine Behandlung mit dem Antikörper Trastuzumab oder Kadcyla nicht ausreicht. Außerdem liegt bei etwa der Hälfte der TNBC-Patienten die so genannte 17p-Deletion vor, eine Mutation, die es den Krebszellen ermöglicht, einen speziellen Zellschutzmechanismus zu umgehen, die sie aber auch besonders empfindlich gegenüber Amanitin macht (1). TNBC-Patienten mit 17p-deletierten Tumoren sprechen in der Regel schlechter auf Standardtherapien an und haben eine deutlich schlechtere Prognose.

Überlegene Wirksamkeit bei der Behandlung von HER2-low TNBC mit 17p-Deletion

In der präklinischen Studie zeigte Trastuzumab-ATAC eine überlegene Wirksamkeit bei der Behandlung von HER2-low TNBC mit einer 17p-Deletion. Darüber hinaus induzierte das Trastuzumab-ATAC einen immunogenen Zelltod der Tumorzellen, eine Art von Zelltod, der eine Immunantwort hervorruft. In Kombination mit einer Immun-Checkpoint-Blockade-Therapie in präklinischen HER2-low Brustkrebsmodellen, die TNBC imitieren, konnte die Wirksamkeit der Trastuzumab-ATAC-Behandlung deutlich gesteigert werden.

Quelle: Heidelberg Pharma

Literatur:

(1) https://www.nature.com/articles/nature14418


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