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Medizin

08. März 2018 Entwicklungsprogramm für onkolytisches Virus

ViraTherapeutics, ein biopharmazeutisches Unternehmen, welches auf die Entwicklung von Therapien mit onkolytischen Viren spezialisiert ist, gab heute die Erweiterung der Zusammenarbeit mit Boehringer Ingelheim um ein zweites Entwicklungsprogramm bekannt. Das neue Entwicklungsprogramm nutzt ein onkolytisches Virus aus ViraTherapeutics' Technologie-Plattform. Dieses Vesikuläre Stomatitis-Virus (VSV) wird mit einer zusätzlichen immuntherapeutischen "Waffe" von Boehringer Ingelheim ausgestattet.
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"Wir sind sehr zufrieden mit dem Fortschritt unserer Partnerschaft mit Boehringer Ingelheim. Auf der Grundlage der bisher gewonnenen, überzeugenden Daten aus unserem ersten Entwicklungsprogramm hat Boehringer Ingelheim sich bereits jetzt entschieden, ein zweites Entwicklungsprogramm für onkolytische Viren zu starten und zu finanzieren," kommentierte Dr. Heinz Schwer, Geschäftsführer der ViraTherapeutics GmbH. "Wir sehen sehr vielversprechende präklinische Ergebnisse unserer onkolytischen Viren, welche ihr Potenzial zum Einsatz sowohl als Monotherapie aber auch in Kombination mit anderen immun-onkologischen Wirkstoffen zeigen."

"In unserer Zusammenarbeit mit ViraTherapeutics haben wir große Forstschritte erreicht und sind begeistert von den bisher erzielten Ergebnissen," fügte Jonathon Sedgwick, PhD, Global Head Cancer Immunology and Immune Modulation bei Boehringer Ingelheim, hinzu. "Durch die kombinierte Wirkungsweise den Tumor sowohl direkt anzugreifen, als auch eine Attacke des Immunsystems gegen den Tumor zu stimulieren, haben onkolytische Viren das große Potenzial eine mächtige Waffe in unserem Kampf gegen Krebs zu werden. Wir erwarten, dass sie in Zukunft eine wichtige Ergänzung in unserer Onkologie-Pipeline werden."

Die Entwicklung dieses neuen Wirkstoffkandidaten ist Teil der Zusammenarbeit von ViraTherapeutics mit Boehringer Ingelheim. Im September 2016 vereinbarten ViraTherapeutics und Boehringer Ingelheim eine langfristige Partnerschaft, um gemeinsam eine onkolytische Virus-Therapie-Plattform der nächsten Generation zu entwickeln und den Lead-Kandidaten VSV-GP (Vesicular Stomatitis Virus (VSV) glycoprotein (GP)) allein und in Kombination mit anderen Therapien zu untersuchen. ViraTherapeutics ist für die präklinische und klinische Untersuchung von VSV-GP in Phase I-Studien verantwortlich. Im Rahmen der Vereinbarung erhielt Boehringer Ingelheim das Recht, ViraTherapeutics bis zum Ende der klinischen Phase I-Entwicklung zu akquirieren.

Die Behandlung mit onkolytischen Viren ist ein Ansatz in der Krebstherapie, welcher ein Virus nutzt, das die Krebszellen infiziert und zerstört. Tumor-Antigene und Zytokine werden freigesetzt und lösen eine systemische Anti-Tumor-Immunantwort aus. Der neue Entwicklungskandidat ist ein VSV-basiertes onkolytisches Virus, welches mit einer zusätzlichen immuntherapeutischen ,Waffe' ausgestattet ist. Wenn das Virus die Tumorzellen infiziert, wird ein zusätzlich eingefügtes Gen aktiviert, was zur Produktion einer immunstimulierenden Substanz führt. Dies hat eine erhöhte Immunantwort zur Folge, welche mit dem direkten Anti-Tumor-Effekt des Virus zusammenwirkt und so die Abtötung der Tumorzellen verbessert.

Quelle: ViraTherapeutics


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