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Medizin
19. April 2021

Einsatz in allen Therapielinien: HL-Patienten profitieren langfristig von Brentuximab Vedotin

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Brentuximab Vedotin (BV) ist in allen Therapielinien für Erwachsene mit CD30-positivem Hodgkin-Lymphom (HL) vertreten und etabliert, wie die 5-Jahres-Daten mehrerer Studien zeigen. In der Erstlinientherapie stellt BV in Kombination mit AVD (A+AVD) eine zielgerichtete Option für Patienten im Stadium IV dar, deren Stellenwert durch die 5-Jahres-Daten der Zulassungsstudie ECHELON-1 unterstrichen wird.
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Seit 2019 ermöglicht die Kombination mit AVD (A+AVD) als Erstlinientherapie für Erwachsene mit CD30+ HL im Stadium IV eine Reduktion der Chemotherapie, die bei jungen Patienten zu einem hohen Risiko für Sekundärneoplasien führt. „Gerade diese Population sollte zwar so viel Chemotherapie wie nötig, aber so wenig wie möglich erhalten“, sagte Prof. Dr. Lena Illert, Freiburg, im Rahmen eines Webinars von Takeda Oncology.

Die Fünfjahresdaten zur ECHELON 1-Studie zeigen bei Patienten im Stadium IV einen weiterhin konstanten signifikanten Vorteil im progressionsfreien Überleben unter A+AVD gegenüber ABVD (Adriamycin, Bleomycin, Vinblastin und Dacarbazin) mit einer HR von 0,731. Dieser Vorteil ist unabhängig vom Krankheitsstadium, vom Risikofaktoren-Score und vom PET-Status. Da die meisten Rezidive bei HL innerhalb von fünf Jahren nach Erstbehandlung auftreten, unterstützen diese Daten die Vermutung, dass durch A+AVD mehr Patienten von einer langfristigen kompletten Remission profitieren bzw. geheilt werden können als durch ABVD.

Die Anzahl an Sekundärneoplasien war in der Fünfjahresauswertung niedrig. Die periphere Neuropathie, eine häufige Nebenwirkung von A+AVD, verschwand oder besserte sich über den Zeitraum bei 84% der Patienten.

Auch für die Real-Life-Situation, in der wesentlich mehr ältere HL-Patienten mit höherer Komorbidität behandelt werden, ließen sich die Studiendaten von ECHELON-1 bestätigen. Hierzu wurde beim ASH 2020 eine retrospektive Kohortenstudie mit über 4.200 Patienten vorgestellt. Prof. Illert sieht Anwendungsmöglichkeiten für A+AVD vor allem für Patienten, die das in Deutschland am weitesten verbreitete Schema BEACOPP eskaliert (Bleomycin, Etoposid, Doxorubicin (Adriamycin), Cyclophosphamid, Vincristin, Procarbazin, Prednison) nicht erhalten können, weil sie älter als 60 Jahre oder Raucher sind, an Herz-Lungen-Erkrankungen leiden oder einen Kinderwunsch haben.

Darüber hinaus wird BV beim rezidivierten oder refraktären Hodgkin-Lymphom und zur Konsolidierung nach Stammzelltransplantation eingesetzt. Auch hierzu wurden kürzlich 5-Jahres-Daten aus der AETHERA-Studie sowie aktuelle Real-Life-Daten präsentiert, wie die Referenten des Webinars berichteten.

Dr. Barbara Voll

Quelle: Webinar: „Acht Jahre Adcetris in der Hodgkin Lymphom Therapie“, 16. März 2021; Veranstalter: Takeda


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