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Medizin
19. Juni 2013

EHA 2013: Nilotinib bei CML - Frühes und tiefes Ansprechen verbessert Chance auf Heilung

Nilotinib (Tasigna®), ein Tyrosinkinaseinhibitor der zweiten Generation, bringt im Vergleich zum alten Standard Imatinib mehr Patienten mit neu chronischer myeloischer Leukämie (CML) früh in eine tiefe Remission. Das könnte künftig auch mehr Patienten die Chance bieten, die Therapie abzusetzen und trotzdem ohne Rezidiv zu bleiben.

Ein frühes molekulares Ansprechen sagt bei der CML eine günstige Langzeitprognose vorher, so Richard Clark, Liverpool, bei einem Satellitensymposium im Rahmen des EHA-Jahreskongresses in Stockholm. Mit Imatinib haben Patienten, die nach drei Monaten BCR-ABL-Level von höchstens 10% erreichen, nicht nur bessere Chancen auf eine komplette zytogenetische (BCR-ABL ≤1%) und eine gute molekulare Remission (BCR-ABL ≤0,1%), sondern auch auf ein besseres progressionsfreies und Gesamtüberleben. Das gilt noch mehr für Nilotinib: In der ENESTnd-Studie zeigten nach drei Monaten 90% der Patienten unter Nilotinib BCR-ABL-Titer von weniger als 10%, unter Imatinib waren es nur 56%. So viele hatten unter Nilotinib sogar eine gute molekulare Remission, d.h. weniger als 1% BCR-ABL-Kopien, unter Imatinib traf das nur auf 16% der Patienten zu.

Patienten, die früh eine solche gute molekulare Remission erreichten, erzielten aber auch häufiger eine Reduktion der BCR-ABL-Titer um 4,5 log-Stufen (MR4,5) - derzeit an der Grenze der Nachweisbarkeit von BCR-ABL. Das wird künftig von großer Bedeutung sein, weil die CML-Forscher sich mittlerweile das Ziel einer Heilung auf die Fahnen geschrieben haben, so Delphine Rea, Paris: Derzeit läuft eine neue Generation von Studien an, in denen bei Patienten mit CML, die unter Tyrosinkinaseinhibitoren mindestens zwei Jahre lang in einer tiefen molekularen Remission waren, die Medikation kontrolliert abgesetzt wird. Die Hoffnung dabei ist, dass zwischen 40% und 60% der Patienten auch ohne Therapie langfristig krankheitsfrei bleiben. Diejenigen, bei denen die BCR-ABL-Konzentrationen wieder ansteigen, scheinen auf die erneute Gabe der Tyrosinkinaseinhibitoren wieder genauso anzusprechen wie vorher.
jg

 


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