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Medizin
19. Juni 2013

EHA 2013: MDS mit transfusionspflichtiger Anämie - Oraler Eisenchelator langfristig wirksam und verträglich

In der EPIC-Studie waren Patienten mit transfusionsabhängigen Anämien, darunter 341 mit myelodysplastischen Syndromen, zunächst ein Jahr lang mit dem oralen Eisenchelator Deferasirox (Exjade®) behandelt worden und hatten damit eine deutliche Reduktion der Serum-Ferritin-Titer erfahren - bei akzeptablen Nebenwirkungen. In einer bis zu 18 Monate dauernden Verlängerung dieser Studie konnte nun die längerfristige Wirksamkeit und Verträglichkeit von Deferasirox gezeigt werden.

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Von den 175 MDS-Patienten, die die initiale Studie beendet hatten, nahmen 45 an der Verlängerungsstudie teil, so Norbert Gattermann, Düsseldorf. Ihre mittlere Tagesdosis an Deferasirox lag bei 20,6 mg/kg Körpergewicht, die kumulative Behandlungsdauer bei 74 Wochen. Bei fast zwei Drittel der Patienten war die Compliance mit der Behandlung höher als 80%. Von Beginn der Hauptstudie bis zum Ende der Verlängerungsstudie zeigten 44 der 45 Patienten einen signifikanten Abfall des Serumferritins um im Mittel 393,5 ng/ml (p=0,0161). Die maximale Reduktion (-736 ng/ml) war bei den Patienten zu sehen, die zwischen 25 und 35 mg/kg Deferasirox täglich erhalten hatten.
 
Die häufigsten Nebenwirkungen waren gastrointestinale Störungen, so Gattermann, die bei 14 Patienten (31,1%) auftraten, bei etwa zwei Drittel von ihnen leichter Natur waren und in keinem Fall zu einem Abbruch der Therapie führten. Auch Erhöhungen des Serum-Kreatinins oder von Lebertransaminasen waren überwiegend leicht und vorübergehend und konnten erfolgreich durch Dosisanpassungen behandelt werden. Keiner der 45 Patienten zeigte schwere Nebenwirkungen, die man hätte auf die Therapie zurückführen können; zwei Studienabbrüche hatten nichts mit der Behandlung zu tun (eine akute myeloische Leukämie, ein Fall von respiratorischer Insuffizienz).
 
Die Ergebnisse zeigen, dass Deferasirox bei Patienten mit transfusionspflichtigem MDS und Anämie langfristig erfolgreich gegeben werden kann und signifikant die Serum-Ferritin-Titer reduziert, und das mit einem gut handhabbaren Nebenwirkungsprofil.
jg


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