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Medizin
19. Juni 2013

EHA 2013: Chronische myeloische Leukämie: Erreichen einer MR4,5 verbessert Überlebenschancen

Die neuen Studien zur chronischen myeloischen Leukämie (CML) sollen die Hypothese überprüfen, dass Patienten, die unter der Behandlung mit Tyrosinkinaseinhibitoren eine sehr tiefe molekulare Remission erzielt haben, zu einem erheblichen Teil auch nach Absetzen der Therapie in einer solchen tiefen Remission bleiben. Eine Analyse der deutschen CML-IV-Studie zeigt, dass allein schon das Erreichen einer MR4,5 d.h. von BCR-ABL-Konzentrationen im peripheren Blut von höchstens 0,0032% nach dem internationalen Standard, mit einem langfristigen Überlebensvorteil verbunden ist.

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Die Studie CML IV, deren neueste Resultate Rüdiger Hehlmann, Mannheim, bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorstellte, hatte 1.551 Patienten mit CML in chronischer Phase mit fünf verschiedenen Imatinib-Regimes (teilweise in Kombinationstherapien) behandelt. Die 6-Jahres-Überlebensrate lag bei insgesamt 88,2%, die bestätigte Rate an MR4,5-Remissionen (d.h. ≤0,0032% BCR-ABL-Kopien in zwei aufeinanderfolgenden Proben) bei 54%. Unabhängig davon , mit welcher Art der Therapie sie erreicht worden war, sagte eine MR4,5 nach acht Jahren bessere Überlebenschancen im Vergleich zu BCR-ABL-Konzentrationen von >1% (92% vs. 78%; p = 0,001) und im Vergleich zu Konzentrationen zwischen 0,1% und 1% voraus (92% vs. 88%; p = 0,047).

Eine MR4,5, so Hehlmann, ist damit ein neuer Prädiktor für die langfristige Prognose von Patienten mit CML, der in der CML-IV-Studie mit einer optimierten Imatinib-Therapie rascher erreicht wurde als mit der Standarddosierung von 400 mg/d. Das ist von zentraler Bedeutung in den neuen Studien, weil hier eine tiefe Remission die wesentliche Voraussetzung für ein kontrolliertes Absetzen der Therapie darstellt. Noch schneller und sicherer, das zeigen verschiedene andere Studien, werden solche tiefen molekularen Remissionen mit Zweitgenerations-TKIs wie Nilotinib (Tasigna®) erzielt.
jg


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