Dienstag, 1. Dezember 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Adcetris
Adcetris
Medizin

23. September 2020 EGFRm NSCLC: Adjuvante Therapie mit Osimertinib reduziert das Risiko für ZNS-Rezidive

ZNS-Rezidive treten beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) häufig auf und stellen einen prognostisch ungünstigen Faktor dar. Eine Auswertung der Phase-III-Studie ADAURA ergab, dass eine adjuvante Therapie mit Osimertinib bei Patienten mit reseziertem EGFR-mutierten (EGFRm) NSCLC zu einer 82%igen Reduktion des Risikos für ZNS-Rezidive oder Tod im Vergleich zu Placebo und somit zu einer klinisch bedeutsamen Verbesserung bezüglich des krankheitsfreien Überlebens im ZNS (ZNS-DFS) führt.
Osimertinib ist ein 3.-Generations-EGFR-Tyrosinkinase-Inhibitor, dessen Wirksamkeit auf ZNS-Metastasen beim NSCLC bereits gezeigt werden konnte. In der ADAURA-Studie hatte Osimertinib zu einer statistisch hoch signifikanten und klinisch bedeutsamen Verbesserung im DFS im Vergleich zu Placebo geführt (HR=0,20; 99,12%-KI: 0,14-0,30; p<0,001) bei Patienten mit reseziertem EGFRm NSCLC im Stadium IB-IIIA (ex19del/L858R).

Ergebnisse

Von 682 randomisierten Patienten erhielten 339 Patienten 80 mg 1x tägl. Osimertinib und 343 Patienten bekamen Placebo. Nach einem medianen Follow-up von 22 Monaten hatten 37 (11%) der Patienten, die mit Osimertinib behandelt wurden, und 159 (46%) der Patienten unter Placebo Rezidiv-Ereignisse. Insgesamt kam es bei 45 Patienten zu ZNS-DFS-Ereignissen, davon waren 6 Patienten (2%) unter Osimertinib-Behandlung und 39 (11%) unter Placebo-Gabe. Die konditionale Wahrscheinlichkeit eines ZNS-Rezidivs nach 12 Monaten war < 1% (95%-KI: 0%-2%) unter Osimertinib vs. 7% (95%-KI: 4%-10%) unter Placebo. Das mediane ZNS-DFS (definiert als die Zeit bis ZNS-Rezidiv oder Tod) wurde im Osimertinib-Arm nicht erreicht (95%-KI: 39,0 Monate-nicht bestimmbar) vs. 48,2 Monate (nicht bestimmbar-nicht bestimmbar) unter Placebo. Die HR für das ZNS-DFS betrug 0,18 (95%-KI: 0,10-0,33); p<0,0001.  
Diese Ergebnisse zeigen somit, dass Osimertinib bei resezierten EGFRm NSCLC das Risiko von ZNS-Rezidiven reduziert.

(übers. v. sk)

Quelle: ESMO 2020 virtual

Literatur:

Masahiro Tsuboi M et al. Osimertinib adjuvant therapy in patients (pts) with resected EGFR mutated (EGFRm) NSCLC (ADAURA): Central nervous system (CNS) disease recurrence. ESMO 2020, LBA1.


Anzeige:
Xospata
 

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"EGFRm NSCLC: Adjuvante Therapie mit Osimertinib reduziert das Risiko für ZNS-Rezidive"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab