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Medizin

08. Januar 2018 Duktales Pankreasadenokarzinom: Welche Rolle spielt das Immunsystem?

Dr. Susanne Roth, Assistenzärztin der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg, erforscht wie das Immunsystem das duktale Pankreasadenokarzinom beeinflusst. Welche Strukturen im Pankreaskarzinom kann das Immunsystem erkennen? Welche Ansatzpunkte für Medikamente gibt es? Langfristiges Ziel ist eine kombinierte Therapie für Betroffene: die Chemotherapie soll dann durch eine gezielte Immuntherapie unterstützt werden.
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„Wie das Immunsystem die Tumorentstehung in der Bauchspeicheldrüse beeinflusst, ist noch weitgehend unverstanden“, erläutert Dr. Susanne Roth. „Bisher sind immuntherapeutische Ansätze bei dieser Krebserkrankung daher noch wenig erfolgreich.“ Während ihrer Forschungstätigkeit am Helmholtz Zentrum und der Technischen Universität in München hat sich die junge Wissenschaftlerin der Grundlagenforschung gewidmet. Dabei hat sie Signalwege in Immunzellen untersucht und Moleküle identifiziert, die für die angeborene Immunantwort eine Rolle spielen. „Um eine passende Reaktion einzuleiten, muss das Immunsystem den Tumor zunächst erkennen. Nur dann kann es die Tumorzellen zerstören. Bei unserer Forschungsarbeit steht die angeborene Immunität im Fokus“, erklärt Dr. Susanne Roth.

Patientenproben, Tiermodell und erste Medikamenten-Tests im Labor

Immunzellen haben verschiedene Rezeptoren, die Eindringlinge aufspüren können. Die Arbeitsgruppe um Dr. Susanne Roth interessiert, welcher dieser Rezeptoren auf die Tumorzellen in der Bauchspeicheldrüse reagiert. „Je nachdem welcher Rezeptor angesprochen wird, kann die Reaktion des Immunsystems sehr unterschiedlich ausfallen. Bei manchen wird die körpereigene Abwehr gehemmt, bei anderen wird sie dazu veranlasst, den Eindringling zu bekämpfen“, erklärt Dr. Susanne Roth. Die Arbeitsgruppe wird sowohl mit Tumor-Zellproben von Heidelberger Patienten arbeiten, als auch am Maus-Modell forschen. „Medikamente, die bestimmte Reaktionen fördern oder unterdrücken, gibt es schon.“ Diese Medikamente sollen im nächsten Schritt im Zellkulturmodell getestet werden.

In den nächsten 4 Jahren wird Dr. Susanne Roth mit ihrer Arbeitsgruppe an den notwendigen Grundlagen forschen. Für ihr Projekt erhält sie eine Max-Eder-Nachwuchsgruppen-Förderung der Deutschen Krebshilfe von mehr als 640.000 Euro; die Chirurgische Universitätsklinik und die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg unterstützen das Vorhaben zusätzlich mit eigenen Mitteln – sodass für die Nachwuchsgruppe insgesamt mehr als 1.000.000 Euro Forschungsgelder zu Verfügung stehen.

Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg


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