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Medizin

13. November 2018 Duale HER2-gerichtete Antikörper-Blockade: Welche Brustkrebs-Patientinnen profitieren?

Beinahe jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Je früher ein bösartiger Tumor entdeckt und je zielgerichteter er behandelt wird, umso größer ist die Chance auf Heilung. Heute überleben über 85% der betroffenen Frau länger als 5 Jahre.
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Praxisrelevante Aspekte beim Einsatz von Pertuzumab

Die duale anti-HER2-gerichtete Therapie ist ein ganz wichtiger Schritt in allen Phasen des Mammakarzinoms – in der neoadjuvanten, adjuvanten und metastasierten Form. „Das Entscheidende ist die Interaktion von 2 Antikörpern“, sagt Prof. Dr. Christian Jackisch, Sana Klinikum Offenbach. Die Patientinnen profitieren unter der doppelten Antikörper-Blockade im Vergleich zur alleinigen Therapie mit Trastuzumab und Chemotherapie deutlich.

„Die Behandlung des frühen HER2-positiven Mammakarzinoms wird zum Zeitpunkt der Erstdiagnose ganz wesentlich von einem positiven Nodalstatus und/oder einem negativen Hormonrezeptorstatus beeinflusst“, erklärt Jackisch. Bei nodal-positiver oder HR-negativer Erkrankung ist eine adjuvante Behandlung mit Pertuzumab (Perjeta®) indiziert. „Diese Patientinnen behandeln wir für 18 Zyklen bzw. ein Jahr mit dem Pertuzumab-Regime – unabhängig vom Zeitpunkt der Operation, das heißt unabhängig davon, ob wir neoadjuvant vorbehandeln oder nicht“, so Jackisch. Dies entspricht auch der Empfehlung der Arbeitsgemeinschaft für Gynökologische Onkologie (AGO).

In der doppelblinden, randomisierten zweiarmigen Phase-III-Studie APHINITY profitierten Patientinnen mit nodal-positiven Tumoren von einer 23%igen Risikoreduktion (iDFS: 92,0% vs 90,2%; HR=0,77; p=0,019) und Patientinnen mit HR-negativen Tumoren von einer 24%igen Risikoreduktion (iDFS: 92,8% vs. 91,2%; HR=0,76; p=0,085). In der Gesamtpopulation lag die Risikoreduktion nach 3 Jahren für ein iDFS-Event (invasiv-krankheitsfreies Überleben) bei 19%, führte Jackisch aus.

Ulrike Tietze

Quelle: Symposium „Malignome der Frau: Zielgerichtete Therapiekonzepte – heute und morgen", DGGG-Jahrestagung, 01.11.2018, Berlin; Veranstalter: Roche


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