Sonntag, 18. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Piqray
Piqray
Medizin
18. Mai 2017
Seite 1/2

Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Pankreaskarzinom

Um die Behandlung bei Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs besser planen und die Aussichten der Patienten besser abschätzen zu können, setzen Radiologen der TU München auf eine Variante der Computertomographie (CT), die Dual-Layer Spektral-CT, die im Rahmen des diesjährigen Röntgenkongress-Schwerpunkts Onkologische Bildgebung eine wichtige Rolle spielt. Durch das Verfahren lassen sich die Grenzen des Tumors deutlich besser darstellen. Es besteht zudem die Hoffnung, dass Aussagen über den Gewebeaufbau und das biologische Verhalten des Tumors getroffen werden können.
In der konventionellen klinischen CT-Diagnostik werden Röntgensysteme eingesetzt, die bei der Bilderzeugung mit einer Röhrenspannung von 70 Kiloelektronenvolt (keV) arbeiten. Damit lassen sich anatomische Strukturen sehr gut darstellen. Die konventionelle CT-Diagnostik mit 70 keV hat aber Grenzen, wenn es um die Abgrenzung von Geweben geht, die ähnliche Röntgeneigenschaften haben. Hier setzt das Verfahren der Dual-Energy-CT an, bei dem unterschiedliche Röhrenspannungen zur Erzeugung der Röntgenbilder genutzt werden.

Dual-Layer Spektral-CT erlaubt Auswertung des gesamten Strahlenspektrums

Ein klinisch schon recht weit verbreitetes Dual-Energy-Verfahren ist das Dual-Source CT, bei dem zwei statt nur einer Röntgenröhre eingesetzt werden. Die eine Röntgenröhre arbeitet mit einer Röhrenspannung von 70 keV, die andere mit 40 KeV. Bei der Dual-Layer Spektral-CT kommt dagegen nur eine Röntgenröhre zum Einsatz, dafür aber zwei Detektoren, die hintereinander geschaltet werden. „Damit wird es möglich, das gesamte Strahlenspektrum auszuwerten, das die Röntgenröhre aussendet“, erläutert Dr. Fabian Lohöfer, Radiologe an der TU München.

Die Dual-Layer Spektral-CT kann nicht zuletzt in der Krebsdiagnostik hilfreich sein. Lohöfer und seine Kollegen haben das am Beispiel des Bauchspeicheldrüsenkarzinoms gezeigt und berichten über ihre Erfahrungen mit bald zwanzig Patienten beim 98. Deutschen Röntgenkongress / 8. Gemeinsamen Kongress der DRG und ÖRG, der vom 24. bis 27. Mai in Leipzig stattfindet. Das Pankreaskarzinom gehört zu den Krebserkrankungen, bei denen die Aussichten für die Patienten vergleichsweise schlecht sind. „Wir wissen aber, dass es unterschiedliche Subtypen und verschiedene Sensitivitäten für die verfügbaren Standardchemotherapien gibt“, so Lohöfer. Gelänge es, diese Patienten auseinander zu halten, könnten die behandelnden Ärzte besser abschätzen, wer von einer Chemotherapie beziehungsweise einer Operation profitiert und wer nicht.
 
Vorherige Seite

Anzeige:
Ibrance
Ibrance
 
Das könnte Sie auch interessieren
Mit individuell zugeschnittenen Behandlungen länger überleben
Mit+individuell+zugeschnittenen+Behandlungen+l%C3%A4nger+%C3%BCberleben
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Lange Zeit galt die Diagnose Lungenkrebs als sicheres Todesurteil. Dank neuer Diagnostik und personalisierter Behandlungsmethoden haben sich die Aussichten für Betroffene in den letzte fünf Jahren dramatisch verbessert, wie Experten auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) in Mailand erklärten. Wichtig sei, stets einen Lungenfacharzt in die Behandlung mit einzubeziehen, betont die Deutsche Gesellschaft für...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Dual-Layer Spektral-CT: Bessere Therapieplanung beim Pankreaskarzinom"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.