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Medizin
27. Februar 2014

DKK 2014: Deutscher Krebspreis verliehen an Martin Schrappe, Simone Fulda und Christoph Klein

Was treibt Zellen zur unkontrollierten Vermehrung? Wann entscheidet sich, ob ein Tumor streut? Und wie lässt sich vorhersagen, welche Patienten optimal auf eine bestimmte Therapie ansprechen werden? Für ihre zukunftsweisenden Arbeiten zu diesen Fragen wurden drei Wissenschaftler auf dem Deutschen Krebskongress mit dem Deutschen Krebspreis 2014 ausgezeichnet. Der Preis in der Sparte "Klinische Forschung" ging in diesem Jahr an Prof. Dr. Martin Schrappe, Kiel; im Bereich "Translationale Forschung" wurde Prof. Dr. Simone Fulda (Frankfurt) geehrt, in der Sparte "Experimentelle Forschung" Prof. Dr. Christoph Klein, Regensburg. Der Krebspreis zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen in der deutschen Krebsmedizin. Stifter des Deutschen Krebspreises sind die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebsstiftung.

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Die klinischen Forschungsarbeiten von Prof. Martin Schrappe von der Klinik für Allgemeinpädiatrie am Universitätsklinikum Kiel haben die individualisierte Therapie der akuten lymphoblastischen Leukämie (ALL) wesentlich verbessert. Prof. Schrappe trug mit seinen Untersuchungen zur weltweiten Verbreitung der MRD (minimal residual disease)-Diagnostik bei der ALL bei: Diese Technik ist äußerst empfindlich und erlaubt die Vorhersage, wie gut eine Therapie bei ALL-Patienten anschlagen wird.
 
Prof. Simone Fulda vom Institut für Experimentelle Tumorforschung in der Pädiatrie an der Goethe-Universität in Frankfurt untersuchte in ihrer Forschungsarbeit die Zelltodmechanismen verschiedener Tumorarten. Ihre Ergebnisse aus Studien am Tiermodell konnte sie erfolgreich zur Entwicklung neuer therapeutischer Anwendungen nutzen.

Die Forschungsarbeiten von Prof. Christoph Klein vom Lehrstuhl für Experimentelle Medizin und Therapieverfahren am Universitätsklinikum Regensburg haben zu einem Paradigmenwechsel in der experimentellen Krebsforschung beigetragen, da sie die Metastasierung eines Tumors und seine Streuung als frühe Ereignisse einer fortschreitenden Tumorerkrankung identifizieren. Das von Prof. Klein entwickelte Konzept der Tumorprogression zeigt den ursächlichen Zusammenhang zwischen den molekularen Unterschieden, die im Laufe der Evolution entstanden sind, und der diagnostischen und therapeutischen Heterogenität von Tumorerkrankungen. Das Konzept bildet eine wichtige Grundlage für die personalisierte Diagnostik und Therapie.

Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft e.V.


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