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Medizin

28. November 2019 „Deutsche MDS-Studiengruppe“ gegründet: Stärkung des Forschungsstandorts Deutschland für klinische Studien gefordert

In Leipzig ist vor kurzem die "Deutsche MDS-Studiengruppe" (D-MDS) gegründet worden. Sie vereint deutschsprachige Spezialisten mit einem Schwerpunkt im Bereich der Myelodysplastischen Syndrome (MDS) und ähnlicher Erkrankungen. Die Gruppe hat es sich zum Ziel gesetzt, die in Deutschland bereits existierenden wissenschaftlichen und klinischen Projekte bei Patienten mit MDS weiterzuentwickeln. Auch soll Patienten sowohl an universitären Zentren als auch im niedergelassenen Bereich ein besserer Zugang zu aktuellen klinischen Studien ermöglicht werden.
Der Begriff MDS umfasst eine Reihe von malignen, also bösartigen Erkrankungen des Knochenmarks, bei denen zu wenig funktionstüchtige Blutzellen gebildet werden. Geleitet wird die deutsche Studiengruppe von Prof. Uwe Platzbecker, Direktor der Klinik und Poliklinik für Hämatologie und Zelltherapie, Internistische Onkologie, Hämostaseologie am UKL, und seinem Mannheimer Kollegen Prof. Wolf-K. Hofmann, Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie und Sprecher des Interdisziplinären Tumorzentrums an der Universitätsmedizin Mannheim.

Die Gründung erfolgte auf der 1. MDS-Academy in Leipzig. "D-MDS" sieht sich als ersten Ansprechpartner für Ärzte und Wissenschaftler sowie Kooperationspartner aus der Industrie. Gleichzeitig möchte die Gruppe Plattform für akademisch initiierte Studienideen im Bereich des MDS sein, um diese aufzugreifen, zu bündeln und zu koordinieren.

MDS gilt als eine Erkrankung des älteren Patienten. Die Anzahl der Betroffenen steigt schon aufgrund des demografischen Wandels kontinuierlich an. Bislang sind Therapiemöglichkeiten begrenzt. Allerdings sei die MDS-Forschungslandschaft äußerst dynamisch, sagt Prof. Platzbecker, Behandlungsansätze würden sich in den kommenden Jahren vervielfältigen, zum Beispiel durch verbesserte molekulare Diagnostik und zielgerichtete immunonkologische Therapien. Voraussetzung für die Entwicklung neuer Therapien seien allerdings innovative klinische und translationale Studien, erklärt der Leiter des Bereichs Hämatologie und Zelltherapie am UKL.

"Die MDS-Studienlandschaft ist leider nach wie vor dadurch geprägt, dass neue innovative Substanzen, vor allem in frühen Phasen, kaum den Weg in die klinische Testung außerhalb der USA schaffen. Somit bleiben unseren Patienten neue Ansätze oft über lange Zeit vorenthalten", so Prof. Platzbecker bei der Gründungsveranstaltung der D-MDS. Er forderte: "Wir müssen uns darauf konzentrieren, die völlig unbegründete Auffassung vieler forschender Pharmaunternehmen, dass klinische Forschung in Übersee stattfinden müsse, zu konterkarieren. In Deutschland wird auf höchstem Niveau geforscht und die D-MDS wird die Sichtbarkeit und Schlagkraft des hiesigen klinischen Potenzials signifikant unterstützen."
Das Koordinationsbüro der D-MDS befindet sich am Universitätsklinikum Leipzig. Weitere Informationen finden sich auf www.d-mds.de.

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig


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