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Medizin
19. September 2012

Deutsche Krebshilfe fördert Projekte der Freiburger Klinik für Tumorbiologie

Die Freiburger Klinik für Tumorbiologie gehört als eine von bundesweit sieben Institutionen dem neu gegründeten „Kompetenznetz Komplementärmedizin in der Onkologie“ (KOKON) an. Zwei von sieben Projekten, die über drei Jahre laufen und mit einer Fördersumme von 2,5 Millionen durch die Deutsche Krebshilfe finanziert werden, werden von Professoren der Klinik für Tumorbiologie geleitet. Ziel ist der Aufbau einer Informationszentrale für onkologische Komplementärbehandlungen.

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Immer mehr Krebspatienten und Angehörige fragen nach „weichen“ Therapieformen als Ergänzung zur professionellen onkologischen Behandlung. Auf der Suche nach alternativen und komplementären Maßnahmen stoßen sie auf ein riesiges, unübersichtliches Angebot an Präparaten, Heilmitteln, Philosophien, Entspannungstechniken und Ratschlägen. Das Kompetenznetz KOKON möchte hier Orientierung bieten, den Wissensstand der Komplementärmedizin in der Onkologie verbessern und eine nationale Informationsplattform aufbauen.

Aktuell sieben Forschungsprojekte sollen auf höchstem qualitativen Niveau dazu beitragen, komplexes Wissen zu sammeln und wissenschaftlich auszuwerten. Das von Professor Dr. Hans Helge Bartsch, Ärztlicher Direktor der Freiburger Klinik für Tumorbiologie, geleitete Projekt „Fort-/Weiterbildung“ entwickelt und überprüft evidenzbasierte Ausbildungs-Curricula für Ärzte, Onkologie-Pflegekräfte und Mitglieder von Krebs-Selbsthilfegruppen. Das Projekt „Bedarfsanalyse“ unter Leitung von Professor Dr. Joachim Weis, Leiter der psychosozialen Abteilung in der Klinik für Tumorbiologie, eruiert, welche Informationen und Entscheidungshilfen die Patienten und Mitarbeiter im Gesundheitswesen benötigen, um sich gut informiert zu fühlen und die richtigen Entscheidungen treffen zu können. „Beide Projekte stehen in enger Vernetzung mit den anderen fünf Projekten, die sich mit der Vielfalt und Bündelung von Informationen, Wissen, Beratungsqualität und Datenmanagement befassen“, betont Professor Bartsch.

Nach der Analyse der Informationsbedürfnisse auf Seiten der Patienten und des medizinischen Fachpersonals werden Fortbildungskonzepte und ärztliche Fachberatungsangebote etabliert. Parallel entsteht sukzessive eine zentrale Informationsplattform zum Thema Komplementärmedizin in der Onkologie. Alle wissenschaftlichen Untersuchungen, Kooperationen und Vernetzungen werden permanent koordiniert und supervidiert. Ein interdisziplinäres Advisory Board mit nationalen und internationalen Fachkontakten begleitet und berät das Kompetenznetz.

Außer der Klinik für Tumorbiologie Freiburg sind weitere namhafte Institute beteiligt: Charité Berlin, die Universitätskliniken Hamburg-Eppendorf, München und Rostock, die Universitäten Frankfurt, Greifswald und Hamburg, die Kliniken Essen-Mitte und Fürth sowie die Medizinische Hochschule Hannover. Die Leitung liegt bei der Onkologie des Klinikums Nürnberg. Mit über 5.000 stationären Patienten ist die 1993 gegründete Klinik für Tumorbiologie in Freiburg im Breisgau eines der wichtigsten Kompetenzzentren der Krebsmedizin und Krebsforschung mit internationaler Geltung.

Quelle: Klinik für Tumorbiologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg


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