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Medizin
12. Juni 2016

Deferasirox in täglicher Praxis gut anwendbar

EHA 2016
In Deutschland ist Deferasirox zur Behandlung von Patienten mit Transfusionsabhängigkeit zugelassen. Um zu eruieren, wie der Eisenchelator in der täglichen Praxis angewendet wird, wurde eine Beobachtungsstudie durchgeführt, in die in 107 hämatologischen Zentren und Praxen insgesamt 420 Patienten eingeschlossen wurden, so Florian Nolte, Berlin, in Kopenhagen.
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Etwa zwei Drittel von ihnen litt an einem myelodysplastischen Syndrom, 13% an einer myeloproliferativen Störung und 4% an einer akuten myeloischen Leukämie. Alle waren transfusionspflichtig, gut die Hälfte (54%) mit einem mäßigen Bedarf von zwei bis vier Einheiten pro Monat und ein Viertel mit weniger als zwei Einheiten monatlich. Die Eisenbelastung wurde anhand des Ferritin-Serumspiegels bestimmt, und dieser sank in dem Kollektiv innerhalb von zwei Jahren von im Mittel 2.230 µg/l auf 1,786 µg/l. Die Kreatinin-Clearance reduzierte sich erwartungsgemäß innerhalb der ersten drei Monate der Behandlung von im Mittel 91 ml/min auf 80 ml/min, blieb aber dann für den Rest der zweijährigen Beobachtungszeit stabil. 

Die Anfangsdosis von Deferasirox hatte in diesem Kollektiv bei median 17 mg/kg und Tag gelegen; bei 39% der Patienten war eine Anpassung der Dosierung erforderlich. Die häufigsten Nebenwirkungen der Eisenchelation waren gastrointestinale Symptome (bei 29% der Patienten), eine Abnahme der Kreatinin-Clearance (22%) und ein Anstieg des Serum-Kreatinins (18%).

Die Ergebnisse zeigen, so Nolte, dass eine Chelation mit Deferasirox bei transfundierten Patienten möglich ist und die Eisenlast reduzieren kann – bei einem akzeptablen Sicherheitsprofil.

jg

Quelle: EHA 2016


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