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Medizin

09. Oktober 2017 Dabrafenib + Trametinib reduziert Risiko eines Krankheitsrezidivs beim metastasierten Melanom mit BRAF-V600-Mutation

Die im Rahmen des Jahreskongresses der European Society for Medical Oncology (ESMO) von Prof. Dr. Axel Hauschild vorgestellten Ergebnisse der Phase-III-Studie COMBI-AD zeigten eine statistisch signifikante Reduktion des Rezidivrisikos um 53% bei Patienten mit Melanom im Stadium III und mit BRAF-V600-Mutation, die nach kompletter chirurgischer Resektion mit der Kombinationstherapie aus Dabrafenib und Trametinib behandelt wurden, im Vergleich zu Placebo (Hazard Ratio (HR): 0,47; 95%-Konfidenzintervall (KI): 0,39–0,58; Median nicht erreicht vs. 16,6 Monate; p<0,001) (1). Die Studie konnte somit ihren primären Endpunkt erreichen (2). Neue sicherheitsrelevante Ereignisse wurden nicht beobachtet (1).
3-Jahres-Daten zeigen signifikante Reduktion des Rezidivrisikos um 53%

Die Studie COMBI-AD untersuchte die Kombination aus Dabrafenib und Trametinib bei 870 Patienten mit metastasiertem Melanom mit BRAF-V600-Mutation, die zuvor keine Anti-Krebstherapie erhalten hatten und innerhalb von 12 Wochen nach kompletter chirurgischer Resektion randomisiert wurden (1). Die Patienten erhielten eine Kombination aus Dabrafenib (150 mg zweimal täglich) und Trametinib (2 mg einmal täglich) (n=438) oder Placebo (n=432) (1). Nach einer medianen Beobachtungsphase von 2,8 Jahren wurde der primäre Endpunkt erreicht, indem die Kombinationstherapie das Rezidivrisiko signifikant um 53% vs. Placebo reduzierte (HR: 0,47 (95%-KI: 0,39–0,58); Median nicht erreicht vs. 16,6 Monate; p<0,001) (1). Der rezidivfreie Überlebensvorteil im Kombinationstherapie-Arm wurde in allen Patientensubgruppen, einschließlich Patienten im Stadium IIIA, B und C, erreicht (1). Das geschätzte 1-Jahres-, 2-Jahres- und 3-Jahres-Relapse-Free Survival (RFS) war konstant höher als unter Placebo (1-Jahres-Überleben: 88% vs. 56%; 2-Jahres-Überleben: 67% vs. 44%; 3-Jahres-Überleben: 58% vs. 39%) (1).

„Die in dieser Studie beobachtete Wirksamkeit und Verträglichkeit von Dabrafenib in Kombination mit Trametinib sind bei der Behandlung des metastasierten Melanoms mit BRAF-V600-Mutation ein wichtiger Schritt nach vorn“, erklärte der leitende Prüfarzt Prof. Dr. Axel Hauschild, Professor für Dermatologie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel auf dem ESMO. „Diese bisher nicht gekannten Ergebnisse bestätigen, dass eine zielgerichtete Therapiekombination das Potenzial hat, die Standardtherapie des Melanoms im adjuvanten Rahmen zu verändern.“

In der Gruppe mit der Kombinationstherapie konnte zudem eine Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS), eines wichtigen sekundären Endpunkts, beobachtet werden (HR: 0,57; 95%-KI: 0,42–0,79; p=0,0006) (1). Andere sekundäre Endpunkte, bei denen die Kombination einen klinisch bedeutsamen Nutzen zeigte, waren das Fernmetastasen-freie Überleben (DMFS) (HR: 0,51; 95%-KI: 0,40–0,65; p<0,001) und die Rezidivfreiheit (FFR) (HR: 0,47; 95%-KI: 0,39–0,57; p<0,001) (1).

Quelle: Novartis

Literatur:

(1) Long GV, et al. Adjuvant dabrafenib plus trametinib for stage III BRAF V600E/K-mutant melanoma. NEJM 2017.http://dx.doi.org/10.1056/NEJMoa1708539.


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