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Medizin
02. September 2015

Crowdfunding-Initiative unterstützt Myelom-Forschung am Uniklinikum Würzburg

Die Myelom-Forscher der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des Uniklinikums Würzburg zählen zu den 2 Siegern eines international ausgeschriebenen US-amerikanischen Crowdfunding-Preises. Die von ihnen entwickelte CAR T-Zell-Therapie erhält in den kommenden zwei Jahren eine Förderung von bis zu 221.000 Euro.

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Die Myeloma Crowd Research Initiative (MCRI) ist eine US-amerikanische Crowdfunding-Initiative. Ins Leben gerufen wurde sie von Patienten mit Multiplem Myelom – einer relativ seltenen, aber aggressiven Form von Blutkrebs. Ziel von MCRI ist es, die Interaktion von Patienten und Medizinern zu verbessern sowie hochinnovative Forschungsprojekte zum Multiplen Myelom zu unterstützen. Für den zweiten Punkt schrieb die Initiative den MCRI Crowdfunding Preis 2015 aus, auf den sich mehr als 40 internationale Forscherteams mit ihren Projektvorschlägen bewarben. In einem zweistufigen Auswahlverfahren wurden jetzt die beiden besten Projekte ermittelt: Neben dem Sidney Kimmel Comprehensive Cancer Center der Johns Hopkins Universität Baltimore/USA zählt ein Forscherteam des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) zu den Siegern.

CAR T-Zell-Therapie: Zugleich Zell-, Gen- und Immuntherapie

Prof. Hermann Einsele und Dr. Michael Hudecek von der Medizinischen Klinik und Poliklinik II des UKW generieren körpereigene weiße Blutzellen, sogenannte T-Zellen, die mit speziellen Sensoren – den chimären Antigenrezeptoren (CARs) – ausgestattet werden. Mit Hilfe dieser Sensoren erkennen die T-Zellen Oberflächenmoleküle, die auf Myelom-Zellen, nicht aber auf gesunden Zellen vorkommen, und eliminieren die Myelom-Zellen. Die Mediziner gehen davon aus, dass eine einmalige Applikation von CAR T-Zellen ausreichen kann, um die Erkrankung wirkungsvoll zu bekämpfen und Schutz vor einem Rückfall zu bieten. „Die CAR T-Zell-Therapie ist zugleich eine Zelltherapie, eine Gentherapie und eine Immuntherapie. Sie stellt einen enormen medizinischen Fortschritt dar und hebt sich von allen konventionellen Formen der Krebstherapie deutlich ab“, lobte Prof. Michel Sadelain vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center, New York/USA, in einer Pressemitteilung der MCRI.

250.000 US-Dollar aus dem „Schwarm“

Die Würzburger Forscher und das Team der Johns Hopkins Universität aus Baltimore, die einen anderen Weg der T-Zell-Therapie verfolgen, erhalten in den kommenden 2 Jahren eine Unterstützung von jeweils bis zu 250.000 US-Dollar (rund 221.000 Euro). Das Geld stammt aus einem Crowdfunding-Projekt. Bei dieser zunehmend beliebten, in der Regel über das Internet organisierten „Schwarmfinanzierung“ zahlen viele Menschen für ein Vorhaben und machen es somit möglich. Beim Crowdfunding geht es, neben dem finanziellen Aspekt, meistens auch um eine emotionale Beteiligung am Projekt.

Quelle: Universitätsklinikum Würzburg


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