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Medizin

28. Januar 2019 CRC-Prävention: Zahl der zirkulierenden Tumorzellen entscheidend

Bei bis zu 25% der Patienten entwickelt sich aus Adenomen ein Kolorektalkarzinom (CRC). Eine prospektive Studie mit 627 Patienten fand, dass die Zahl der im Blut zirkulierenden Tumorzellen (CTCs) signifikant mit der Krankheitslast korreliert. Dieser Bluttest kann zukünftig als nicht-invasive Methode zur Adenom-Erkennung und der Prävention von Darmkrebs dienen.
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Werden Adenome früh erkannt, können sie mit einem diagnostischen Koloskopieverfahren entfernt werden, um Krebs zu verhindern. Die invasive Koloskopie ist die einzige Screening-Methode, mit der Adenome akkurat nachgewiesen werden können, verfügt aber über eine niedrige Compliance-Rate von 38%. Die verfügbaren nicht-invasiven Tests (einschließlich Stuhlproben-basierter Tests) besitzen nur eine sehr begrenzte Empfindlichkeit gegenüber Adenomen.

Diese Studie wurde mit 627 Patienten (> 50 Jahre), denen routinemäßige ein CRC-Screening empfohlen wurde, durchgeführt. Bei 405 Patienten davon wurde durch Koloskopie und eine Tumorbiopsie ein Adenom oder CRC nachgewiesen. Unter Verwendung der CellMax-Biomimetikplattform (CMx) wurden die CTCs im Blut der Patienten gezählt.

Die Zunahme der CTC-Zahl korrelierte signifikant mit einer Zunahme der Krankheitslast (Cuzick-Test-p-Wert <0,0001). Darüber hinaus bestand ein signifikanter Zusammenhang zwischen der CTC-Zahl und dem Stadium der Adenom-Karzinom-Progression (p-Wert <0,0001).

Diese Ergebnisse zeigen erstmalig, dass ein Bluttest im Stande ist, Adenome mit hoher Genauigkeit zu erkennen und somit einen Beitrag zur Darmkrebsvorbeugung leisten kann. Zudem kann dieser Test in der gewohnten Pflegeumgebung durchgeführt werden und sorgt für eine hohe Compliance.

(übers. v. ma)

Quelle: ASCO-GI

Literatur:

Tsai W. J Clin Oncol 37, 2019 (suppl 4; abstr 485)


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