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Medizin

16. April 2020 COVID-19: Vielversprechende Ergebnisse unter Prüfpräparat Opaganib

Erste neue Informationen zum Härtefallprogramm mit dem Prüfpräparat Opaganib (Yeliva®, ABC294640) (1) bei Patienten mit bestätigter COVID-19 wurden veröffentlicht. Die ersten beiden Patienten wurden in einem führenden Krankenhaus in Israel mit Opaganib behandelt. Zum Zeitpunkt des Behandlungsbeginns litten beide Patienten an mittelschweren bis schweren akuten respiratorischen Symptomen im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Infektion, benötigten eine zusätzliche Sauerstoffversorgung und waren hypoxisch, obwohl sie mithilfe von Kanülen mit einem maximalen Sauerstofffluss versorgt wurden. Die vorläufigen Ergebnisse beider Patienten zeigten eine klinische Verbesserung innerhalb von Tagen nach Beginn der Behandlung mit Opaganib.
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Bisher zeigten beide Patienten einen verringerten zusätzlichen Sauerstoffbedarf und verringerte CRP-Spiegel (C-reaktives Protein), ein wichtiger entzündlicher Biomarker, der mit Lungenläsionen korreliert, die die Schwere der Erkrankung widerspiegeln könnten (2). Beide Patienten zeigten auch einen Anstieg der Lymphozytenspiegel, ein Zeichen für eine Linderung der virusinduzierten Lymphopenie. Einer der Patienten wurde auf der Intensivstation behandelt, für eine Intubation in Betracht gezogen und innerhalb von Tagen nach Beginn der Behandlung mit Opaganib von der Intensivstation entlassen.

Bislang keine Nebenwirkungen

Opaganib wurde den stationär aufgenommenen Patienten zusätzlich zum Behandlungsstandard verabreicht, der Hydroxychloroquin (HCQ) als Hintergrundtherapie enthielt. Opaganib wurde bei den verabreichten Dosen gut vertragen und es wurden bisher keine Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Behandlung mit Opaganib berichtet.

Abschwächung der Pneumonie

„Wir sind aufgrund der vorläufigen Ergebnisse, die eine klinische Verbesserung bei den ersten mit Opaganib behandelten COVID-19-Patienten zeigen, sehr ermutigt. Diese Daten unterstützen die Sicherheit und den potenziellen Nutzen für die Patienten weiter. Wir hoffen, dass der einzigartige Wirkmechanismus von Opaganib mit sowohl antiviraler als auch entzündungshemmender Wirkung COVID-19-Patienten hilft, indem es Lungenentzündungen abschwächt und so verhindert, dass die Krankheit in ein Stadium übergeht, das eine mechanische Beatmung erfordert. Wichtig ist, dass Opaganib auf einen kritischen Wirtsfaktor abzielt, dem das Coronavirus bei möglichen zukünftigen Ausbrüchen der Pandemie wahrscheinlich nicht durch Mutation ausweichen kann“, so Dr. Mark L. Levitt, RedHill. „Wir sind entschlossen, die Verfügbarkeit von Opaganib im Rahmen des Härtefallprogramms auf weitere Krankenhäuser und Länder auszudehnen, und hoffen, dass diese Behandlung potenziell COVID-19-Patienten mit lebensbedrohlichen Ausprägungen zugute kommen kann.“

Compassionate-Use-Behandlungsoption

Darüber hinaus sollen rund 160 Patienten in 3 großen Krankenhäusern in Norditalien im Rahmen eines erweiterten Zugangsprogramms behandelt werden, das von dem italienischen Nationalen Institut für Infektionskrankheiten genehmigt wurde und ermöglicht, dass Patienten mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion mit lebensbedrohlichen Ausprägungen von der Compassionate-Use-Behandlungsoption profitieren können.

Über Opaganib

Opaganib, eine neue chemische Substanz, ist ein unternehmenseigener, „first-in-class“, oral verabreichter, selektiver Sphingosinkinase-2 (SK2)-Inhibitor mit krebsbekämpfenden, antiviralen und entzündungshemmenden Eigenschaften, der auf verschiedene onkologische, entzündliche und gastrointestinale Indikationen abzielt. Präklinische Daten haben sowohl eine antivirale als auch entzündungshemmende Wirkung von Opaganib gezeigt, mit dem Potenzial, entzündliche Erkrankungen der Lunge wie Lungenentzündung abzuschwächen und pulmonale fibrotische Schäden zu mildern. Mehrere frühere präklinische Studien unterstützen die mögliche Rolle von SK2 im Replikations-Transkriptions-Komplex von einzelsträngigen Positivstrang-RNA-Viren, die dem Coronavirus ähneln, und seine Hemmung kann möglicherweise die Virusreplikation hemmen. Präklinische In-vivo-Studien (3) haben gezeigt, dass Opaganib die Anzahl der Todesfälle aufgrund einer Infektion mit dem Influenzavirus senkt und durch Pseudomonas aeruginosa induzierte Lungenverletzungen lindert.

Quelle: RedHill

Literatur:

(1) Opaganib ist ein neues Prüfpräparat, das nicht für den kommerziellen Vertrieb erhältlich ist.
(2) Ling W. C-reactive protein levels in the early stage of COVID-19. Med Mal Infect. 2020 Mar 31. pii: S0399-077X(20)30086-X.
(3) Xia C. et al. Transient inhibition of sphingosine kinases confers protection to influenza A virus infected mice. Antiviral Res. 2018 Oct; 158:171-177. Ebenezer DL et al.


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