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Medizin
16. März 2021

COVID-19-Impfung bei Krebspatienten?

Sollen sich KrebspatientInnen gegen COVID-19 impfen lassen? Welche Rolle spielt dabei ihr geschwächtes Immunsystem? Und: Was ist mit Genesenen in der Nachsorge? ExpertInnen des Comprehensive Cancer Center München (CCC München) beantworten beim 22. Patientenforum die wichtigsten Fragen. Unter den ReferentInnen sind PD Dr. Christoph Spinner, Infektiologe und Pandemiebeauftragter des Universitätsklinikums rechts der Isar, sowie Dr. Dieter Hoffmann, stellvertretender Leiter des Instituts für Virologie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Sie beantworten vorab 3 wichtige Fragen.

Sollen sich KrebspatientInnen gegen COVID-19 impfen lassen?

Dr. Dieter Hoffmann: Ja! SARS-CoV-2-Infektionen können bei KrebspatientInnen schwerer verlaufen. Deshalb ist eine Impfung wichtig.
PD Dr. Christoph Spinner: COVID-19-Impfungen schützen wirksam vor einem schweren Verlauf, vor der Krankenhausaufnahme und vor dem Tod. Die Impfung ist deshalb für alle Menschen sinnvoll. PatientInnen mit Krebserkrankungen haben häufig Risikofaktoren für einen schweren Verlauf, weshalb die Impfung so früh wie möglich erfolgen sollte.
 

Welche Rolle spielt dabei ein geschwächtes Immunsystem?

PD Dr. Christoph Spinner: Ein geschwächtes Immunsystem kann mit einer schlechteren Impfstoffwirksamkeit einhergehen. Die Immunisierung ist aber dennoch sinnvoll. Gerade auch deshalb, weil bei einem schwachen Immunsystem möglicherweise ein Risiko für kompliziertere COVID-19-Verläufe besteht.
Dr. Dieter Hoffmann: Ein schwaches Immunsystem kann den durch die Impfung vermittelten Schutz beeinträchtigen – bedeutet aber nicht mehr Nebenwirkungen.
 

Was ist mit Genesenen in der Nachsorge?

Dr. Dieter Hoffmann: Die sollte man auch impfen, jedoch mit geringerer Priorität als PatientInnen mit einer aktiven Erkrankung. Denn: Nach der Ausheilung ist die Immunfunktion meist viel besser als während der aktiven Erkrankung.
PD Dr. Christoph Spinner: Für Menschen nach einer Krebserkrankung gibt es von der Ständigen Impfkommission keine explizite Empfehlung. Allgemein empfiehlt die STIKO zur Verbesserung des Immunschutzes eine COVID-19-Impfung 6 Monate nach einer überstandenen laborchemisch bestätigten SARS-CoV-2-Infektion.

Quelle: Klinikum rechts der Isar (TUM)


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