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Medizin

16. Dezember 2019 CLL: Verlängertes PFS bei zuvor unbehandelten Patienten unter Acalabrutinib

AstraZeneca hat die Ergebnisse aus der Interimsanalyse der Phase-III-Studie ELEVATE-TN präsentiert. Darin zeigte sich, dass Acalabrutinib sowohl in Kombination mit Obinutuzumab als auch als Monotherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) im Vergleich zu Chlorambucil plus Obinutuzumab, einer Standard Chemo-Immuntherapie, bei Patienten mit bisher unbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) signifikant verbessert hat (1).
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Die von einem unabhängigen Prüfungskommittee (Independant Review Committee, IRC) bewerteten Ergebnisse wurden im Rahmen der Jahrestagung der American Society of Hematology 2019 in Orlando vorgestellt. Bei einem medianen Follow-Up von 28,3 Monaten reduzierte Acalabrutinib in Kombination mit Obinutuzumab oder als Monotherapie das Risiko von Progression oder Tod um 90% bzw. 80% gegenüber Chlorambucil + Obinutuzumab (1).

Verbessertes PFS

In einer explorativen Analyse zeigte Acalabrutinib in Kombination oder als Monotherapie konsistente PFS-Verbesserungen in den meisten präspezifizierten Subgruppen von Patienten mit Hochrisiko-Krankheitsmerkmalen, einschließlich unmutierter variabler Region des Immunglobulinschwerketten-Gens (IGHV), del(11q) und komplexem Karyotyp. Insgesamt entsprach das in der ELEVATE-TN-Studie beobachtete Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von Acalabrutinib dem bekannten Profil (1). 

Nebenwirkungen

Nebenwirkungen (NW) führten bei 11,2% der Patienten unter Acalabrutinib in Kombination mit Obinutuzumab und 8,9% der Patienten, die Acalabrutinib als Monotherapie erhielten, zum Abbruch der Behandlung. Dagegen brachen 14,1% der Patienten unter Chlorambucil + Obinutuzumab die Therapie aufgrund von Nebenwirkungen ab (1).
 In den über 2 Jahren Follow-up verblieben 79% der Patienten beider Acalabrutinib-Arme auf Acalabrutinib als Monotherapie. Im Arm der Acalabrutinib-Kombinationstherapie (n=178) waren die häufigsten Nebenwirkungen jeglichen Schweregrads > 30% Kopfschmerzen (39,9%), Diarrhö (38,8%) und Neutropenie (31,5 %). Im Arm der Acalabrutinib-Monotherapie (n=179) umfassten die häufigsten Nebenwirkungen jeglichen Schweregrads > 30% Kopfschmerzen (36,9%) und Diarrhö (34,6%). Im Arm Chlorambucil + Obinutuzumab (n=169) waren die häufigsten Nebenwirkungen jeglichen Schweregrads > 30% Neutropenie (45,0%), infusions-bezogene Reaktionen (39,6%) und Übelkeit (31,4%) (1). 
 
Diese Ergebnisse sowie bereits veröffentlichte Daten aus der Phase-III-Studie ASCEND bei rezidivierter oder refraktärer CLL unterstützen die jüngsten Zulassungen von Acalabrutinib durch die US FDA und die Australian Therapeutic Goods Administration für die Behandlung erwachsener Patienten mit CLL oder kleinzelligem B-Zell-Lymphom (SLL) und durch Health Canada für CLL (2).

Quelle: AstraZeneca

Literatur:

(1) Sharman JP, et al. Phase 3 Study of Acalabrutinib Combined with Obinutuzumab or Alone vs Obinutuzumab Plus Chlorambucil in Patients With Treatment-Naive Chronic Lymphocytic Leukemia: Results From ELEVATE TN, Präsentation am 07.12.19 beim American Society of Hematology 2019 Annual Meeting and Exposition.
(2) Calquence® (Acalabrutinib) (prescribing information). Wilmington, DE; AstraZeneca Pharmaceuticals LP; 2019.


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