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Medizin

21. April 2017 Cisplatin-resistentes Blasenkarzinom: Onkofetales GAG-Antigen als Target eines Malariaprotein-Drug-Konjugats

Bei Cisplatin-resistentem Blasenkarzinom werden bestimmte Zuckerketten im Vergleich zu Chemotherapie-naivem Blasenkrebs überexprimiert. Diese Glykosaminoglykane lassen sich mit einem Protein namens VAR2CSA, das aus dem Malariaerreger Plasmodium falciparum stammt und mit Hemiasterlin-Komponenten bewaffnet wird, in vitro und in vivo gezielt therapieren. Damit ergibt sich möglicherweise eine neue Behandlungsmöglichkeit für Patienten, deren muskelinvasiver Blasenkrebs nicht auf Cisplatin anspricht.
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Das onkofetale GAG-Antigen (ofCS) findet sich bei Cisplatin-resistentem muskelinvasiven Blasenkrebs (MIBC) im Vergleich zu unvorbehandelten Blasenkarzinomen deutlich stärker. In 2 unabhängigen Patientenkohorten war nach neoadjuvanter Cisplatin-haltiger Chemotherapie das onkofetale GAG-Antigen signifikant überexprimiert in den Residualtumoren.

Das Protein des Malaria-Parasiten wurde in einem Xenograft-Modell als Drug-Konjugat (rVAR2 drug conjugate [VDC] 886) mit zytotoxischen Hemiasterlin-Komponenten beladen.

In vitro war ofCS in allen getesteten MIBC-Zelllinien exprimiert und konnte mit VDC886 eliminiert werden.

In vivo verlangsamte VDC886 das Wachstum chemoresistenter orthotopischer Blasenkrebs-Xenografts effektiv und verlängerte das Überleben (p = 0,005). Das ofCS als Target anzugehen, stellt möglicherweise eine vielversprechende Zweitlinientherapie-Strategie bei Cisplatin-resistentem MIBC dar.
(übers. v. AB)

Quelle: European Urology

Literatur:

Roland Seiler, Htoo Zarni Oo, Davide Tortora
An Oncofetal Glycosaminoglycan Modification Provides Therapeutic Access to Cisplatin-resistant Bladder Cancer
European Urology Published online: April 10, 2017
http://www.europeanurology.com/article/S0302-2838(17)30232-4/fulltext


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