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Medizin

04. Juni 2018 Checkpoint-Inhibition: Immun-Ausstattung des Patienten ein "Puzzle-Teil" für das Outcome

In der Ära der Immuntherapie und der Suche nach prädiktiven Biomarkern muss auch das Individuum mit seinen für die Immunantwort relevanten Genen mit einbezogen werden. Diese Studie untersuchte den prognostischen Wert eines Genpanels aus Immunantwort-relevanten single nucleotide polymorphisms (SNPs), alles aus Intron-Regionen. Dafür wurden die klinischen Daten von Patienten mit fortgeschrittenem Lungenkrebs, die in zweiter Linie mit einem Anti-PD-(L)1-Inhibitor behandelt wurden, herangezogen.
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166 SNPs-86 selektierte Gene von 48 Patienten wurden identifiziert (medianes Alter: 64 Jahre, 61% männlich; 90% Raucher). Multivariate Analysen für progressionsfreies Überleben (PFS) zeigten eine unabhängige Vorhersage in Bezug auf eine Checkpoint-Blockade für folgende SNPs:
ICOS rs11889031 (HR=8,4; p<0,001),
TLR3 rs3775291 (HR=4,9; p<0,001),
FAS rs1800682 (HR=2,9; p=0,03),
FAS rs2234767 (HR=4,8; p=0,04) und I
NFL4 rs12979860 (HR=4,3; p=0,003).
Diese Gene sind beteiligt an der immunologischen Kommunikation und bei Autoimmunerkrankungen.

Ein zusammengesetzter Score (0-5) aus favorablen Allelen war deutlich mit dem PSD assoziiert (p<0,001): Score 0-1 war mit einem medianen PFS von nur 2 Monaten vergesellschaftet, Score 2-3 mit einem PFS von median 8,3 Monaten, Score 4-5 mit einem ein noch nicht erreichten PFS.

Die Autoren schlussfolgern daraus, dass die dem Patienten eigene Immungenetik ein weiteres Puzzle-Steinchen zur Vorhersage eines Ansprechens einer Checkpoint-Inhibition ist.

übers. v. ab

Quelle: 2018 ASCO Annual Meeting, Milano GA et al. Abstract 3034


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