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Medizin

31. Juli 2017 Carfilzomib-basierte Behandlungsregime belegen verlängertes OS bei Patienten mit rezidiviertem multiplen Myelom

Am 12. Juli 2017 wurden positive Ergebnisse der finalen Auswertung der Phase 3-Studie ASPIRE (Carfilzomib, Lenalidomide, and DexamethaSone versus Lenalidomide and Dexamethasone for the treatment of PatIents with Relapsed Multiple MyEloma) veröffentlicht: Die Studie erreichte den wichtigsten sekundären Endpunkt Gesamtüberleben (OS) und zeigte, dass die Kombination von Carfilzomib, Lenalidomid und Dexamethason (KRd) das Sterberisiko im Vergleich zur Gabe von Lenalidomid und Dexamethason allein (Rd) um 21% reduzierte (medianes OS 48,3 Monate für KRd gegenüber 40,4 Monate für Rd, HR = 0,79, 95%-KI: 0,67-0,95). Gemäß dem Studienprotokoll erhielten die Patienten über 18 Zyklen Carfilzomib und Rd, bevor die Therapie mit Rd bis zur Progression der Erkrankung fortgesetzt wurde. Das KRd-Regime mit einer Gabe von zweimal wöchentlich 27 mg/m2 Carfilzomib ist in den USA, der Europäischen Union und weiteren Ländern auf Grundlage der primären Analyse des progressionsfreien Überlebens (PFS) in der ASPIRE Studie zugelassen.
„Der erste Rückfall ist für Patienten, die am multiplen Myelom leiden, verheerend“, erklärte Dr. med. Stefan Kropff, Medizinischer Direktor bei Amgen Deutschland. „Die neuen Daten der ASPIRE-Studie zeigen eindeutig, dass die Zugabe von Carfilzomib – für 18 Zyklen – zu Lenalidomid und Dexamethason beim Rezidiv den Patienten eine deutlich verbesserte Überlebenschance bietet.“
 
Die unerwünschten Ereignisse, die im Zusammenhang mit der aktualisierten Analyse beobachtet worden waren, stimmten mit den zuvor berichteten Ereignissen aus der ASPIRE Studie überein. Die häufigsten unerwünschten Ereignisse (≥ 20%) im Carfilzomib-Arm waren Diarrhoe, Anämie, Neutropenie, Fatigue, Infektionen der oberen Atemwege, Pyrexie, Husten, Hypertonie, Thrombozytopenie, Muskelspasmen, Pneumonie, Nasopharyngitis, Übelkeit, Obstipation, Insomnie und Bronchitis.
 
Erst vor kurzem hatte Amgen Daten zum Gesamtüberleben aus der Phase 3-Studie ENDEAVOR vorgestellt. Die Daten zeigten, dass die Gabe von 56 mg/m2 Carfilzomib in Kombination mit Dexamethason das Sterberisiko der Patienten verglichen mit der Kombination aus Bortezomib und Dexamethason (Vd) um 21% reduzierte. Patienten, die mit Carfilzomib behandelt wurden, lebten 7,6 Monate länger als diejenigen, die Bortezomib erhielten (medianes OS 47,6 Monate für Kd versus 40,0 Monate für Vd, HR = 0,79, 95%-KI: 0,65-0,96).
 
„Auf Basis der Ergebnisse der ASPIRE-Studie sowie ebenfalls signifikanter Lebensverlängerung aus dem Direktvergleich gegenüber Bortezomib in der ENDEAVOR-Studie sollte ein Carfilzomib-basiertes Behandlungsregime als neuer Therapiestandard im ersten Rezidiv in Betracht gezogen werden“, resümierte Kropff.
 
Das klinische Forschungsprogramm zu Carfilzomib wird sich weiterhin darauf konzentrieren, Ärzten und Patienten Behandlungsmöglichkeiten für diese schwierig zu behandelnde, häufig rezidivierende Krebsform anzubieten. Carfilzomib wird bei erwachsenen Patienten mit multiplem Myelom eingesetzt, die mindestens eine vorangegangene Therapie erhalten haben, und in verschiedenen Kombinationen und Patientenpopulationen weiter untersucht.

Quelle: Amgen


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