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Medizin
22. April 2021

CAR-T-Zell-Therapie bei B-Zell-Lymphomen: Gute Responseraten, anhaltende Wirkung

Bei B-Zell-Lymphomen wie dem diffus-großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL), dem follikulären Lymphom (FL) und der chronischen lymphozytären Leukämie (CLL) nimmt die CAR T-Zell-Therapie ebenso wie beim Multiplen Myelom eine wachsende Rolle ein. Allerdings sind noch viele Fragen offen.
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Seit Beginn vor 5 Jahren haben etwa 3.500 Patienten in den USA und Kanada eine CAR T-Zell-Therapie erhalten, davon drei Viertel wegen eines Non-Hodgkin-Lymphoms, 20% wegen ALL und 5% wegen eines Multiplen Myeloms. Fast 80% dieser Therapien erfolgten mit kommerziellen Produkten.

Bei rezidivierenden oder primär therapierefraktären großzelligen B-Zell-Lymphomen gibt es einen hohen Bedarf für neue wirksame Therapien, berichtete Prof. Dr. Paolo Corradini, Mailand, anhand der Outcome-Daten der SCHOLAR-Studie. Das mediane Überleben (OS) lag bei 6,3 Monaten, nur 7% der Patienten kamen in eine komplette Remission. Wie die ZUMA-1-Studie zeigte, ließ sich durch den Einsatz der CAR T-Zell-Therapie Axicabtagen-Ciloleucel (Axi-cel, Yescarta®) das mediane Überleben auf 25,8 Monate steigern, wobei nach 3 Jahren noch 47% der Patienten mit DLBCL und primär mediastinalem BCL lebten. Die Therapie wirkte auch noch nach mehreren vorausgegangenen Regimina; in der fünften Linie lag die Ansprechrate (PR und CR) noch bei 80%. Für Tisa-cel (Tisagenlecleucel, Kymriah®) ließen sich ähnliche Daten gewinnen. Liso-cel (Lisocabtagen-Maraleucel, Breyanzi®)) zeigte eine vergleichbar gute Aktivität bei günstigerem Sicherheitsprofil, was in der großen Phase II-Studie TRANSCEND mit 269 Patienten deutlich herausgearbeitet wurde.

Zum FL stellte Prof. Dr. Guillaume Cartron, Montpellier/Frankreich, Daten mit Axi-cel aus der ZUMA-5 Studie und mit Tisa-cel vor, die bei bisher allerdings kleiner Patientenzahl ermutigende komplette Remissionsraten zeigten.

Patienten mit CLL und hohem Risiko wurden in der TRANSCEND-CLL Studie entweder mit einer Liso-cel Monotherapie (n= 23) oder mit einer Kombination aus Liso-cel und Ibrutinib (n=19) behandelt. Dabei zeigte sich eine sehr hohe Responserate, aber weiterführende Daten etwa zum Überleben liegen noch nicht vor.

In der EU zugelassen für das rezidivierende oder refraktäre DLBCL sind gegenwärtig die beiden CAR T-Zell-Therapien Tisa-cel und Axi-cel; Tisa-cel verfügt außerdem über eine Zulassung für Kinder und junge Erwachsene mit B-Zell ALL. Für alle CAR T-Zell-Therapien sind aber noch viele Fragen unbeantwortet, gab Prof. Stephan Mielke, Stockholm/Schweden, zu bedenken. Die Implementation von CAR T-Zellen in die Behandlungspfade der verschiedenen malignen hämatologischen Erkrankungen steht noch ganz am Anfang.

Dr. Barbara Voll

Quelle: Industriesymposium: „Present and future approaches with CAR T-cell therapy in B-cell malignancies“ anlässlich des 47th Annual Meeting of the EBMT, 14. März 2021; Veranstalter: BMS/Celgene


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