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Medizin

17. Oktober 2017
Seite 1/2
CABOSUN-Studie: Signifikante Verbesserung des PFS unter Cabozantinib beim RCC bestätigt

Auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (ESMO) 2017 wurden aktualisierte Ergebnisse aus der randomisierten Phase-II-Studie CABOSUN bekanntgegeben. In der Studie geht es um die Anwendung von Cabozantinib bei Patienten mit bisher unbehandeltem fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC), bei denen ein intermediäres oder hohes Risiko entsprechend den Kriterien des International Metastatic Renal Cell Carcinoma Database Consortium (IDMC) vorliegt. Die CABOSUN-Studie wird im Rahmen der "Alliance for Clinical Trials in Oncology" in der Zusammenarbeit von Exelixis mit dem National Cancer Institute's Cancer Evaluation Program (NCI-CTEP)" durchgeführt. Die beim ESMO-Kongress 2017 vorgestellten Daten umfassten die Analyse eines verblindeten, unabhängigen radiologischen Prüfungsausschusses (independent review committee, IRC), der die Ergebnisse zum primären Wirksamkeitsendpunkt des progressionsfreien Überlebens (progression-free survival, PFS) nach Einschätzung des Prüfarztes sowie eine aktualisierte Analyse der Prüfärzte bestätigte. Der IRC-Analyse zufolge konnte das Risiko für Progression oder Tod statistisch signifikant um 52% reduziert werden (HR 0,48, 95%-KI 0,31-0,74, p = 0,0008, zweiseitig). Das mediane PFS lag mit Cabozantinib bei 8,6 Monaten im Vergleich zu 5,3 Monaten mit Sunitinib. Dies entspricht einer Verbesserung um 3,3 Monate (62%) zugunsten von Cabozantinib im Vergleich zu Sunitinib.
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"Diese aktualisierten Analysen zu CABOSUN zeigen übereinstimmend, dass Cabozantinib im Vergleich zu Sunitinib, einer aktuellen Standardtherapie, einen statistisch signifikanten Rückgang in der Krankheitsprogressionsrate sowie in der Rate der Todesfälle mit sich bringt. Somit bietet sich hier potenziell eine neue Behandlungsoption für Ärzte und deren Patienten mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom an", so Toni K. Choueiri, M.D., Direktor des Lank Center for Genitourinary Oncology, Dana-Farber Cancer Institute, Boston, MA, USA. "Die CABOSUN-Studie umfasste Patienten mit intermediären oder schlechten prognostischen Faktoren nach den IMDC-Kriterien. Außerdem wiesen die Patienten eine beträchtliche Anzahl weiterer unabhängiger negativer prognostischer Risikofaktoren auf. Dazu gehörten ein hoher Anteil von Patienten mit Knochenmetastasen, zwei oder mehr Stellen mit Metastasen, ECOG-Leistungsstatus 2 und keine vorhergehende Nephrektomie. Diese Patientenpopulation hat schlechte Aussichten und benötigt neue Therapien zur besseren Kontrolle ihrer Erkrankung."

Die folgende Tabelle zeigt Daten aus der CABOSUN-Studie, die beim ESMO 2017 vorgestellt wurden, im Vergleich zu den zuvor im Oktober 2016 im Journal of Clinical Oncology (JCO) veröffentlichten Daten:
 
CABOSUN_Studie
Lupe
 CABOSUN_Studie


a Ein Fall vollständigen Ansprechens auf Cabozantinib wurde in beiden Beurteilungen der Prüfärzte festgestellt, und ein Fall vollständigen Ansprechens auf Sunitinib wurde in der ursprünglichen Beurteilung durch den Prüfarzt verzeichnet. Alle anderen Fälle von Ansprechen waren partiell. b Vollständiges Ansprechen (complete response) + partielles Ansprechen (partial response) + stabile Erkrankung (stable disease). c Progressive Erkrankung als bestes allgemeines Ansprechen.

 
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