Mittwoch, 2. Dezember 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Vargatef
Vargatef
Medizin

15. Oktober 2018 Brustkrebspatientinnen teilen ihre Erfahrungen auf Twitter

Eine auf dem diesjährigen ESMO-Kongress vorgestellte Studie zeigt, dass viele Krebspatienten ihre Erfahrungen mit der Krankheit auf Twitter teilen und diskutieren (1). Hierfür wurden die Inhalte von über 6.000 Tweets und Retweets analysiert.
Anzeige:
Infothek Sekundäre Immundefekte
Soziale Medien sind heute zu einer Plattform geworden, in der jedes gesellschaftliche Problem, einschließlich Krebs, diskutiert wird. Twitter-Nachrichten können genutzt werden, um Einstellung und Diskussionen rund um Krebs zu untersuchen, erklärte Studienautor Dr. Rodrigo Sánchez-Bayona, Universitätsklinik Navarra in Pamplona, Spanien.

In dieser Analyse wurden alle veröffentlichten Tweets mit dem Hashtag #BreastCancer (n=3.703 Tweets; n=2.638 Retweets) über 7 Tage gesammelt und nach Inhalt, Ziel, Benutzerinformationen und stigmatisierender Haltung gegenüber Brustkrebs kategorisiert. Zusätzlich wurden die Tweets in 4 Unterthemen unterteilt: Diagnose, Behandlung, Prognose und Prävention.

Nur jeder dritte Tweet verfügte über einen medizinischen Inhalt, resümierte Sánchez-Bayona. Jedoch waren 90% der medizinischen Informationen richtig. Dies ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass 40% der Tweets von Institutionen und öffentlichen Stellen stammten. Das häufigste Anliegen der Tweets war es, Erfahrungen auszutauschen, dicht gefolgt von dem Thema Patientenvertretung. Die mit Abstand häufigste Unterthematik stellte die Prävention (44,5% der Tweets) dar.

Von den 2.559 nicht-medizinischen Tweets, die analysiert wurden, enthielten weniger als 15% stigmatisierende Aussagen über die Krankheit. Die zahlreichen Kampagnen zur Sensibilisierung für Brustkrebs haben im Laufe der Jahre dazu beigetragen, das mit dieser Krankheit verbundene Stigma zu verringern, erläuterte Sánchez-Bayona.

Interessenverbände können möglicherweise anhand dieser Daten eine verbesserte Krebsberatung entwickeln. Soziale Medien können als neue Möglichkeit genutzt werden, um Informationen zur Krebsprävention und Gesundheitserziehung bereitzustellen.

Quelle: ESMO

Literatur:

(1) R. Sánchez-Bayona: Abstract 360P_PR, Annals of Oncology, Volume 29 Suppl. 8 October 2018.


Anzeige:
Avastin MammaCA BC
Avastin MammaCA BC
 

Stichwörter

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Brustkrebspatientinnen teilen ihre Erfahrungen auf Twitter"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ESMO Virtual Congress 2020
  • Fortgeschrittenes Melanom nach Versagen einer PD-(L)1-Inhibition: Vielversprechende Antitumoraktivität mit Pembrolizumab + Lenvatinib
  • Pembrolizumab + Lenvatinib: Vielversprechende Ansprechraten bei vorbehandelten fortgeschrittenen Tumoren
  • HNSCC: Pembrolizumab als Monotherapie und als Partner einer Platin-basierten Chemotherapie erfolgreich in der Erstlinie
  • Ösophaguskarzinom: Relevante OS- und PFS-Verlängerung durch Pembrolizumab + Chemotherapie in der Erstlinie
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-024-Studie bestätigen deutliche Überlegenheit für Pembrolizumab mono vs. Chemotherapie beim NSCLC mit hoher PD-L1-Expression
  • Neuer Anti-ILT4-Antikörper zeigt in Kombination mit Pembrolizumab erste vielversprechende Ergebnisse bei fortgeschrittenen Tumoren
  • Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verlängert auch das fernmetastasenfreie Überleben bei komplett resezierten Hochrisiko-Melanomen im Stadium III
  • HIF-2α-Inhibitor MK-6482 beim Von-Hippel-Lindau-Syndrom: Vielversprechende Wirksamkeit auch bei Nicht-RCC-Läsionen
  • Neuer Checkpoint-Inhibitor: Vielversprechende erste Studiendaten für Anti-TIGIT-Antikörper Vibostolimab in Kombination mit Pembrolizumab