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Medizin

12. April 2017
Seite 2/2

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Akribische Vorgehensweise nötig

Das klingt simpel. Doch wenn man Tumorzellen untersucht, muss man laut Kunz höchst akribisch vorgehen. „Bin ich beispielsweise beim Zusammenstellen der Komponenten unvorsichtig und übersehe einen wichtigen Partner, werden alle weiteren Ergebnisse und folglich Therapieansätze falsch“, erklärt er. Bioinformatik heiße nun einmal nicht, lediglich auf einen Knopf zu drücken. Der Versuch, die Fehlregulierungen einer bestimmten Zelle zu analysieren, sei „harte Arbeit“.

Der innovative Analyseansatz des jungen Bioinformatikers helfe an der Schnittstelle zwischen Labor und Klinik, erläutert Doktorvater Professor Thomas Dandekar, Inhaber des Lehrstuhls für Bioinformatik an der Universität Würzburg. Dass die experimentell gewonnenen Laborergebnisse in ein Computermodell mündeten, mit dem sich neue Therapieansätze überprüfen lassen, erspare Tierversuche. Und es beschleunige den Transfer in die Klinik, da es am Computer viel schneller möglich sei als per Hand, Daten zu gewinnen und auszuwerten.

Anwendbar auch für andere Gebiete

Was Meik Kunz entwickelt hat, soll in Zukunft nicht nur Lungenkrebspatienten zu Gute kommen. Die weitere Forschungsarbeit des promovierten Biologen könnte auch anderen Patienten helfen. „Ich habe das Potenzial meines Ansatzes auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht“, erklärt er. Und sogar im Pflanzenschutz wäre eine Anwendung denkbar: „Mit meinen Analysen kann ich auch abbilden, wie Krankheitserreger die Netzwerke der pflanzlichen Immunabwehr beeinflussen.“

Quelle: Julius-Maximilians-Universität Würzburg

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